Deutsche Tageszeitung - Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009

Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009


Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009
Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009 / Foto: © AFP/Archiv

Erstmals seit 2009 reist in dieser Woche mit António Guterres wieder ein UN-Generalsekretär nach Syrien. "Ich freue mich, dem Sicherheitsrat mitteilen zu können, dass der Generalsekretär auf Einladung der Regierung noch in dieser Woche nach Syrien reisen wird", erklärte der stellvertretende UN-Sonderbeauftragte für das Land, Claudio Cordone, am Dienstag während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York.

Textgröße ändern:

Guterres werde während seines Besuchs den syrischen Präsidenten Ahmet Al-Scharaa treffen, der seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 die Geschicke des Landes lenkt. Außerdem werde der UN-Chef mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammenkommen, darunter von Nichtregierungsorganisationen, die sich für Frauenrechte einsetzen.

Guterres werde während seines Aufenthalts "das Engagement der Vereinten Nationen bekräftigen, die syrische Regierung und das syrische Volk in dieser entscheidenden Phase der syrischen Geschichte zu unterstützen", sagte Cordone. UN-Sprecher Stéphane Dujarric ergänzte, dass Guterres auch UN-Friedenstruppen besuchen werde, die seit 1974 in einer Pufferzone auf den Golanhöhen stationiert sind und den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien überwachen.

Zuletzt war 2009 mit Ban Ki Moon ein Generalsekretär der Vereinten Nationen nach Syrien gereist. Im Dezember vergangenen Jahres besuchte eine UN-Delegation das Land.

Syrien befand sich seit 2011 13 Jahre lang im Bürgerkrieg. Bei den Kämpfen wurden mehr als eine halbe Million Menschen getötet. Ende 2024 stürzten Kämpfer unter Führung der islamistischen HTS-Miliz den langjährigen Machthaber Assad.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Organspende: Bundestagspräsidentin Klöckner will gegen Widerspruchslösung stimmen

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will im Bundestag gegen die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende stimmen. Sie sei für die Organspende, aber "gegen die Einführung der Widerspruchslösung", sagte Klöckner nach Angaben vom Dienstag im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Medien. "Es ist schon ein Unterschied, ob ich proaktiv aus freien Stücken zu etwas zustimme oder ob der Staat für mich erstmal eine Entscheidung trifft, generisch: Du bist erstmal Organspender."

Trump bestreitet Waffenangebot an China

US-Präsident Donald Trump hat bestritten, dem chinesischen Staatschef Xi Jinping den Verkauf von US-Waffen angeboten zu haben. Trump wies am Montag Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück. Er habe mit Xi nicht über Rüstungsgeschäfte gesprochen, sagte der Präsident.

Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Textgröße ändern: