Deutsche Tageszeitung - Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz

Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz


Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz
Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten auf einem Nominierungsparteitag stimmten am Samstag (Ortszeit) für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten.

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Jackson bedankte sich für seine Wahl und zeigte sich kämpferisch. "In 101 Tagen werden wir Susan Collins besiegen und unseren Senatssitz zurückerobern", erklärte er im Onlinedienst X.

Im Gegensatz zu dem Quereinsteiger Platner ist der 58-jährige Jackson seit Jahrzehnten in Maine politisch aktiv. Jackson ist gelernter Holzfäller und wuchs an der Grenze zum französischsprachigen Teil von Kanada auf.

Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, und die Vorsitzende des Senats-Wahlkomitees, Kirsten Gillibrand, würdigten in einer Stellungnahme Jacksons "nachgewiesene Fähigkeit, Wahlen zu gewinnen". Er sei ein "Vorkämpfer für bezahlbare Gesundheitsversorgung und Arbeiter" und "in einer guten Position, Susan Collins zu schlagen, die verletzlicher ist als je zuvor".

Platner hatte seine Kandidatur vor etwas mehr als zwei Wochen aufgegeben. Er war im Juni bei der Vorwahl der Demokraten als Herausforderer von Collins für die Zwischenwahlen im November bestimmt worden. Der ehemalige Marinesoldat und Austernzüchter galt als Hoffnungsträger seiner Partei: Die Demokraten sehen in Maine eine ihrer besten Chancen, den Republikanern einen Senatssitz abzunehmen und die Kontrolle über die Kongresskammer zurückzugewinnen.

Einem Medienbericht zufolge erhebt eine 41-jährige frühere Bekannte Platners den Vorwurf, dass er sie im Jahr 2021 zum Sex gezwungen habe. Er sei unaufgefordert und betrunken in ihr Haus gekommen und habe sich an ihr vergangen. Platner wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete diese als "beunruhigend, schwerwiegend und falsch".

(P.Hansen--DTZ)

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