Deutsche Tageszeitung - "Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung

"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung


"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung
"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung / Foto: © AFP/Archiv

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor Kritik wegen der Kabinettsumbildung in Schutz genommen. Bei seiner Entscheidung zur Neubesetzung von Ministerposten habe Merz "angemessen" gehandelt, sagte Söder am Sonntag im "Sommerinterview" des ZDF. Dass Merz' "Wunschkandidat" für das Verkehrsministerium kurzfristig abgesagt habe, sei nicht dem Kanzler anzulasten: "Da liegt die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler. Das hätte vielleicht der Kollege vorher sich überlegen sollen."

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Merz hatte dem aktuellen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) nach AFP-Informationen am Donnerstag mitgeteilt, dass er entlassen werde. Doch dazu kam es nicht, da der potenzielle Nachfolger Fritz Güntzler dem Kanzler erst zugesagt, dann aber kurzfristig wieder abgesagt hatte. Deswegen konnte Merz noch keinen Nachfolger präsentieren. Für den Umgang mit Schnieder war Merz auch CDU-intern kritisiert worden.

CSU-Chef Söder wollte dem Vorgang nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Der eigentliche Wunschkandidat, der zugesagt hat, hat dann wieder abgesagt - das kann mal passieren", sagte Söder im ZDF. Der Bundeskanzler habe im Kabinett eine Rolle wie ein Fußballtrainer: "Er muss ein- und auswechseln - und er ist zu der Überzeugung gekommen, dass offenkundig eine Veränderung im Verkehrsministerium notwendig ist." Er halte es für "sinnvoll", dass der Kanzler "grundlegend seine Mannschaft verstärken" wolle, fügte Söder hinzu.

(L.Svenson--DTZ)

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