Deutsche Tageszeitung - Gedenken in Washington: Politiker würdigen verstorbenen US-Senator Graham

Gedenken in Washington: Politiker würdigen verstorbenen US-Senator Graham


Gedenken in Washington: Politiker würdigen verstorbenen US-Senator Graham
Gedenken in Washington: Politiker würdigen verstorbenen US-Senator Graham / Foto: © POOL/AFP

Gut zwei Wochen nach dem Tod des einflussreichen US-Senators Lindsey Graham haben Politiker in Washington an den Republikaner erinnert. US-Vizepräsident JD Vance würdigte Graham am Dienstag bei einer Gedenkfeier im Kapitol als umgänglichen, leidenschaftlichen und beliebten Senator. Der Republikaner habe politische Gegner während seiner mehr als 30-jährigen Arbeit im Kongress gerne in Debatten herausgefordert.

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"Lindsey Graham liebte Menschen aus allen Lebensbereichen", sagte der Vizepräsident, der selbst zwei Jahre im Senat gesessen hatte. Dem Republikaner aus South Carolina sei "nicht alles in den Schoß gefallen", und deshalb sei er "von jedem einzelnen Menschen fasziniert" gewesen.

Zuvor waren am Kapitol die sterblichen Überreste Grahams eingetroffen. Armeeangehörige trugen den mit einer US-Flagge bedeckten Sarg in die Rotunda des Kongressgebäudes, während eine Militärkapelle Stücke wie "Amazing Grace" spielte. An der Zeremonie nahmen Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Republikaner wie auch der oppositionellen Demokraten teil.

Im Anschluss sollte eine Trauermesse in der Nationalkathedrale in Washington stattfinden, bei der US-Präsident Donald Trump eine Rede halten wollte. Auch Politiker aus dem Ausland wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu wurden dazu erwartet. Am Mittwoch soll Graham dann in seinem Heimatbundesstaat South Carolina beigesetzt werden.

Der Senator war am 11. Juli überraschend mit 71 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung gestorben. Er vertrat in der Außenpolitik eine harte Linie gegenüber Russland und dem Iran. Er hatte kurz vor seinem Tod noch die Ukraine besucht und verschärfte Sanktionen gegen Russland auf den Weg gebracht.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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