Deutsche Tageszeitung - Linnemann tritt Amt als Gesundheitsminister an - Werkzeugkasten als Geschenk

Linnemann tritt Amt als Gesundheitsminister an - Werkzeugkasten als Geschenk


Linnemann tritt Amt als Gesundheitsminister an - Werkzeugkasten als Geschenk
Linnemann tritt Amt als Gesundheitsminister an - Werkzeugkasten als Geschenk / Foto: © AFP

Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat am Mittwochnachmittag in Berlin sein Amt angetreten. Er erhielt bei der Amtsübergabe im Gesundheitsministerium von Amtsvorgängerin Nina Warken (beide CDU) als Geschenk einen Werkzeugkoffer als Hinweis auf viele weitere anstehende Aufgaben in der "Dauerbaustelle Gesundheitssystem". "Ich traue mir das zu", sagte Linnemann in einer kurzen Ansprache.

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Darin betonte der neue Minister die menschlichen Aspekte seiner neuen Aufgabe. "Es geht hier um Menschen", sagte er und er wünsche sich, "Politik zu machen, die die Menschen erreicht". So seien aus seiner Sicht diejenigen, die Angehörige zu Hause pflegen "Alltagshelden" und die dürfe man bei der anstehenden Pflegereform "nicht vor den Kopf stoßen".

Generell gehe es ihm darum, das Gesundheitssystem "effizienter zu machen und gerechter zu machen", sagte Linnemann weiter. Allerdings seien dabei auch die Zwänge zu berücksichtigen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben. "Vor eineinhalb Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich heute hier stehe", sagte der bisherige CDU-Generalsekretär weiter. Er spielte damit darauf an, dass ihm nach dem Amtsantritt der neuen Regierung eine Enttäuschung darüber nachgesagt worden war, dass er damals nicht ins Kabinett berufen wurde.

Warken, die nun Chefin des Bundeskanzleramts ist, bedankte sich in ihrer Abschiedsrede bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums. Sie betonte, dass es gelungen sei, wichtige Gesetze zu verabschieden oder auf den Weg zu bringen, darunter als "Meilenstein" die Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit sei auch eine Grundlage für weitere Schritte gelegt worden.

"Ich hätte gern all die Dinge noch weiter vorangetrieben und abgeschlossen", sagte Warken mit Blick auf die noch anstehenden Reformprojekte. Dazu wolle sie jetzt "an anderer Stelle" beitragen, verwies sie auf ihre neue Funktion. "Gesundheitspolitik muss für den Menschen da sein", betonte auch sie.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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