Deutsche Tageszeitung - Ukraine zieht gegen Rückkehr Russlands zu Olympischen Spielen vor Gericht

Ukraine zieht gegen Rückkehr Russlands zu Olympischen Spielen vor Gericht


Ukraine zieht gegen Rückkehr Russlands zu Olympischen Spielen vor Gericht
Ukraine zieht gegen Rückkehr Russlands zu Olympischen Spielen vor Gericht / Foto: © AFP

Die Ukraine ist gegen die Aufhebung von Beschränkungen gegen russische Sportler durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) vor Gericht gezogen. Das Nationale Olympische Komitee der Ukraine erklärte am Mittwoch, beim Sportgerichtshof CAS Berufung gegen die IOC-Entscheidung von Anfang Juli eingelegt zu haben.

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Das Vorgehen des IOC verstoße gegen die Olympische Charta, sei voreilig und ziehe nicht die Fakten in Betracht, die zur Suspendierung geführt hatten, hieß es zur Begründung.

Das Nationale Olympische Komitee Russlands war im Herbst 2023 suspendiert worden, nachdem es Sportorganisationen in von Russland für annektiert erklärten Gebieten der Ukraine aufgenommen hatte. Am vergangenen 7. Juli - mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine - hob das IOC diese Suspendierung dann wieder auf.

Zur Begründung erklärte das IOC, das Russische Olympische Komitee habe bestätigt, dass es in den für annektiert erklärten Gebieten keinerlei Aktivitäten ausführe und ausführen werde. Das IOC werde dies genau überwachen.

Im Zuge der Entscheidung von Anfang Juli sollen sich russische Athletinnen und Athleten auch in Mannschaftssportarten für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren können. Ob Russland in Los Angeles mit seiner Fahne und Nationalhymne antreten darf, ist noch nicht entschieden.

Wegen eines Doping-Skandals durften russische Athleten bereits bei den Olympischen Winterspielen von 2018 nur unter der olympischen Flagge antreten, nicht unter der russischen. Bei den Sommerspielen 2021 und den Winterspielen 2022 traten russische Teilnehmer dann unter der Bezeichnung "ROC" an, für "Russisches Olympisches Komitee".

Nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine im Februar 2022 empfahl das IOC dann den Ausschluss russischer und belarussischer Sportler. Später wurden sie schrittweise unter neutraler Flagge und strengen Auflagen wieder zugelassen, allerdings nicht in Mannschaftswettbewerben. Die Beschränkungen gegen den russischen Verbündeten Belarus wurden dann im Mai vollständig aufgehoben.

Mehrere Sportverbände haben ihre Beschränkungen gegen Athleten aus Russland und Belarus bereits aufgehoben. Der Gymnastik-Verband World Gymnastics vollzog diesen Schritt im Mai, der europäische Fechtverband ließ russische Athleten im Juni wieder zu.

(V.Sørensen--DTZ)

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