Deutsche Tageszeitung - Microsoft profitiert von KI-Investitionen - Instagram-Mutter Meta schwächelt

Microsoft profitiert von KI-Investitionen - Instagram-Mutter Meta schwächelt


Microsoft profitiert von KI-Investitionen - Instagram-Mutter Meta schwächelt
Microsoft profitiert von KI-Investitionen - Instagram-Mutter Meta schwächelt / Foto: © AFP

Microsoft profitiert weiter von seinen massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI), die Instagram-Mutter Meta schwächelt dagegen. Microsoft meldete am Mittwoch einen Quartalsgewinn von 31,5 Milliarden Dollar (27,7 Milliarden Euro). Der von Meta ging zugleich um 14 Prozent im Vorjahresvergleich auf 15,8 Milliarden Dollar zurück. Der Konzern von Mark Zuckerberg führte dies unter anderem auf Rechtskosten sowie Abfindungen nach Stellenstreichungen im Mai zurück.

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Microsoft übertraf die Erwartungen von Analysten und erzielte bis Juni im letzten Quartal seines Geschäftsjahrs einen Umsatz von 90 Milliarden Dollar. So habe etwa der KI-Assistent für Unternehmen namens Copilot mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer, erklärte Microsoft-Chef Satya Nadella. Das zeige das "Vertrauen" der Kunden. Einen Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar habe Microsoft zudem durch seine Beteiligung an dem KI-Entwickler Anthropic verbucht.

Der Instagram- und Facebook-Mutterkonzern Meta enttäuschte dagegen mit ihrem deutlichen Gewinnminus, während der Umsatz zwischen April und Juni um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar stieg. Der Aktienkurs brach im nachbörslichen Handel um rund sieben Prozent ein.

Dennoch will der Konzern weiterhin massiv in Rechenzentren und Chips für KI investieren. Die Ausgaben sollen in diesem Jahr auf 130 bis 145 Milliarden Dollar steigen - das wäre fast doppelt so viel wie 2025.

Belastet wird Meta durch Gerichtsstreitigkeiten. Im März hatte ein kalifornisches Gericht den Konzern zu einer Zahlung von sechs Millionen Dollar an eine 20-jährige Frau verurteilt, die nach eigener Darstellung durch Social-Media-Nutzung süchtig wurde. Tausende ähnliche Klagen gegen Meta sind in den USA noch anhängig.

(P.Tomczyk--DTZ)

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