Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet

Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet


Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet
Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die US-Wirtschaft zwischen April und Juni unerwartet deutlich abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal nur um 1,5 Prozent auf das Gesamtjahr hochgerechnet zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit robusteren Ergebnissen gerechnet.

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Im ersten Quartal hatten die USA noch ein Wachstum von 2,1 Prozent verzeichnet, wie aus nach oben korrigierten Zahlen des Ministeriums hervorgeht. Im zweiten Quartal blieb das BIP dann um 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte hinter den Erwartungen von Ökonomen zurück.

Das Büro für Wirtschaftsanalysen im Handelsministerium (BEA) erklärte den Wachstumsdämpfer mit "einem Rückgang der Staatsausgaben sowie einer Abschwächung bei Investitionen und Exporten". Dies sei teilweise durch einen Anstieg der Konsumausgaben ausgeglichen worden.

Der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, hatte der US-Wirtschaft erst am Mittwoch "eine beeindruckende Widerstandskraft" bescheinigt und damit begründet, dass die Fed den Leitzins vorerst unverändert ließ.

Bisher gaben die Statistiker Warsh Recht. Ungeachtet der Unsicherheiten durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und dem von ihm mit ausgelösten Iran-Krieg hatte sich die Konjunktur der Vereinigten Staaten relativ solide gezeigt.

Angetrieben wurde das Wachstum vor allem durch Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz, der Konsum schwächelt dagegen angesichts anhaltend hoher Preise vor allem für Energie und Treibstoff wegen der Schließung der Straße von Hormus.

Zwischen April und Juni stiegen die Verbraucherpreise den Angaben zufolge indes etwas langsamer. Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 3,7 Prozent, nach 4,1 Prozent im Mai. Der PCE-Index wird von der Fed bevorzugt, da er breitere Ausgaben abbildet als der Verbraucherpreisindex CPI.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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