Deutsche Tageszeitung - 60.000 Migranten in Ceuta: Spaniens Regierungschef Sánchez spricht von "Angriff"

60.000 Migranten in Ceuta: Spaniens Regierungschef Sánchez spricht von "Angriff"


60.000 Migranten in Ceuta: Spaniens Regierungschef Sánchez spricht von "Angriff"
60.000 Migranten in Ceuta: Spaniens Regierungschef Sánchez spricht von "Angriff" / Foto: © AFP

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat den Ansturm zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika als "Angriff" auf das spanische Staatsgebiet verurteilt. Er würde "das, was geschehen ist, als einen Angriff, eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens bezeichnen", sagte Sánchez bei einem Besuch der spanischen Exklave in Nordafrika am Freitag. "Die spanische Regierung steht an der Seite der Stadt Ceuta", fügte er hinzu.

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Der plötzliche Ansturm auf Ceuta ist Sánchez zufolge auf Gerüchte zurückzuführen, die von der Schleusermafia infolge eines aktuellen Gerichtsurteils in Spanien zur Einwanderung verbreitet worden seien. "Aus unseren Gesprächen mit den marokkanischen Behörden geht hervor, dass die Schleusermafia ein für sie vorteilhaftes Verständnis eines Urteils des Obersten Gerichtshofs verbreitet hat", sagte er. Diese Auslegung habe sich "in den letzten Stunden wie ein Lauffeuer verbreitet".

Sánchez bezog sich auf ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang dieses Monats, wonach die sofortige Rückführung von Migranten, die die Grenze illegal überqueren, nicht für diejenigen gilt, die auf dem Seeweg ankommen.

Rund 60.000 Migranten haben nach Angaben der Behörden in Ceuta in den vergangenen Tagen die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika überquert. Insgesamt 18 Migranten kamen demnach bisher ums Leben. Es ist die größte Zahl von nach Ceuta gekommenen Migranten seit 2021.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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