Deutsche Tageszeitung - Trump: Bilder aus Ceuta "schrecklich" und Warnung für USA vor Kongresswahlen

Trump: Bilder aus Ceuta "schrecklich" und Warnung für USA vor Kongresswahlen


Trump: Bilder aus Ceuta "schrecklich" und Warnung für USA vor Kongresswahlen
Trump: Bilder aus Ceuta "schrecklich" und Warnung für USA vor Kongresswahlen / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat die Bilder marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta "schrecklich" genannt. Sie seien eine Warnung für die USA vor den Kongresswahlen am 3. November, sagte Trump seinem Haus-Sender Fox News in einem Telefoninterview. "Wenn die Demokraten an die Macht kommen, werden Sie kein sehr gutes Leben führen", fügte er hinzu.

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"Merken Sie sich dieses Bild", zitierte die Reporterin Jacqui Heinrich den Präsidenten im Onlinedienst X. "Das werden wir in drei Jahren sein, wenn die falsche Seite an die Macht kommt."

Trumps Vizepräsident JD Vance veröffentlichte im Onlinedienst X Bilder von Migranten in Ceuta und schrieb von einer "Invasion des Westens". Dafür machte er eine "radikal linke" Politik verantwortlich. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, veröffentlichte ein Video zu Ceuta und schrieb dazu: "Die Demokraten werden zusehen, wie euer Zuhause von Eindringlingen niedergetrampelt und gestohlen wird – und sie werden sich darüber freuen."

Die Trump-Regierung verfolgt einen scharfen Kurs in der Migrationspolitik und hatte die US-Grenzanlagen zu Mexiko massiv ausbauen lassen. Damit wirbt der Republikaner um Wähler bei den Zwischenwahlen zum Kongress in gut drei Monaten. In Umfragen liegt seine Partei hinter den Demokraten, denen Trump vorwirft, sie hätten Millionen Kriminelle ins Land geschleust.

In Ceuta hatten binnen weniger Tage zehntausende Migranten aus Marokko die Grenze gestürmt. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einem "Angriff" auf die territoriale Integrität seines Landes und machte von der "Schleusermafia" gestreute Gerüchte für den Ansturm verantwortlich.

Trump hatte den Nato-Partner Spanien zuletzt wiederholt für seine mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert und dem Land mit Strafzöllen gedroht.

Dagegen verkündete Trump erst am 26. Juli, Marokko habe eine im Januar fertiggestellte Fernstraße zwischen Tiznit und Dakhla in der Westsahara nach ihm benannt. Er sprach in seinem Onlinedienst Truth Social von einer "großen Ehre" und dankte König Mohammed VI. Die marokkanische Regierung bestätigte dies bisher nicht.

(U.Beriyev--DTZ)

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