Deutsche Tageszeitung - Mindestens drei Menschen bei russischem Raketenangriff auf Kiew getötet

Mindestens drei Menschen bei russischem Raketenangriff auf Kiew getötet


Mindestens drei Menschen bei russischem Raketenangriff auf Kiew getötet
Mindestens drei Menschen bei russischem Raketenangriff auf Kiew getötet / Foto: © AFP

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der örtlichen Behörden in der Nacht erneut Ziel eines massiven russischen Luftangriffs geworden. Bei den Angriffen mit ballistischen Raketen seien mindestens drei Menschen getötet worden, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstagmorgen im Onlinedienst Telegram mit. Fünf weitere Menschen wurden demnach verletzt und würden nun in Krankenhäusern versorgt.

Textgröße ändern:

Am frühen Samstagmorgen hatte Klitschko erklärt: "Explosionen in der Stadt. Kiew wird mit ballistischen Raketen angegriffen." Die Bewohner forderte er auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

Wie AFP-Journalisten berichteten, waren mehr als zehn Explosionen hintereinander zu hören. Wegen der Wucht der Detonationen gingen demnach die Autoalarmanlagen auf den Straßen an.

Bereits am Donnerstag hatte Klitschko erklärt, Russland greife Kiew mit ballistischen Raketen an. Ein AFP-Korrespondent berichtete in der Nacht zu Donnerstag von mehreren Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt. Mehr als 56.000 Menschen suchten Zuflucht in den U-Bahnstationen der Hauptstadt, die seit Beginn des Krieges als Bunker dienen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte schon am Mittwoch vor einem drohenden "massiven" russischen Angriff gewarnt. Er rief zudem die USA und weitere westliche Verbündete der Ukraine dazu auf, Patriot-Luftabwehrraketen zu liefern. Kiew benötigt diese zur Abwehr von russischen Angriffen mit ballistischen Raketen. Am Dienstag hatte Selenskyj in Washington mit US-Präsident Donald Trump über das Patriot-Abwehrsystem gesprochen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Wadephul warnt in Rede bei Vereinten Nationen vor Risiken durch KI

In einer Rede vor der UN-Vollversammlung hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor den Risiken durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt. Es handle sich um eine Technologie, die die Wirtschaft von Staaten zu Fall bringen und Lebensgrundlagen bedrohen könne, wenn sie in falsche Hände gerate, sagte Wadephul am Samstag in seiner Ansprache bei der UN-Generaldebatte in New York.

Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linken

Knapp eine Woche nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat der SPD-Landesvorstand für Sondierungsgespräche mit der Linken gestimmt. Der Vorstand beschloss am Samstag einstimmig, die Einladung der Linkspartei zu Sondierungen anzunehmen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Linke hatte die Wahl am vergangenen Sonntag deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU gewonnen.

Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen

Russland ist nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow entschlossen, seine militärischen Ziele in der Ukraine "egal wie" zu erreichen. "Die Ziele der speziellen Militäroperation werden erreicht, die Bedrohung der russischen Sicherheit wird beseitigt und das friedliche Leben wird zurückkehren", sagte Lawrow am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Dies werde "egal unter welchen Umständen passieren".

Trump lehnt iranischen Plan für Hormus-Wiedereröffnung ab

US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen abgelehnt. "Ich weise ihren Vorschlag zurück", sagte er am Samstag vor Journalisten mit Blick auf die iranische Führung. Diese wolle ein Abkommen schließen, "weil sie so schlecht dasteht", fügte der US-Präsident hinzu. Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte derweil, auch der Oberste Führer Modschtaba Chamenei unterstütze den jüngsten Vorschlag.

Textgröße ändern: