Deutsche Tageszeitung - Innenminister: Mindestens 67 Migranten bei Grenzüberquerung nach Ceuta gestorben

Innenminister: Mindestens 67 Migranten bei Grenzüberquerung nach Ceuta gestorben


Innenminister: Mindestens 67 Migranten bei Grenzüberquerung nach Ceuta gestorben
Innenminister: Mindestens 67 Migranten bei Grenzüberquerung nach Ceuta gestorben / Foto: © AFP

Mindestens 67 Migranten sind nach Angaben der spanischen Regierung bei dem Versuch ums Leben gekommen, in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika zu gelangen. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach bei einer Pressekonferenz am Samstag in Ceuta von "traurigen, dramatischen Ereignissen". Nach weniger als 48 Stunden sei nun in der spanischen Exklave "eine Rückkehr zur Normalität im Gange", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Das Innenministerium in Madrid geht von insgesamt 50.000 Menschen aus, die seit Wochenbeginn auf dem Land- oder Seeweg in das an Marokko grenzende Ceuta gelangt waren. Die Regionalregierung der Exklave nennt dagegen rund 60.000 Ankömmlinge. Mittlerweile sind nach Angaben des spanischen Innenministeriums "fast die Gesamtheit" der Ankömmlinge nach Marokko zurückgekehrt. Die spanische Regierung bezifferte die Zahl der Rückkehrer auf 48.000.

Die Ereignisse hatten in der EU eine Debatte über Migration und Grenzkontrollen ausgelöst. Italien führte Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr mit Spanien ein, Frankreich verstärkte seine Kontrollen an der spanischen Grenze. Als Reaktion darauf forderte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez am Samstag eine Sondersitzung der Innenminister der 27 Mitgliedstaaten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Kallas: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

Trump will Militärübungen mit Südkorea "wesentlich" verringern

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea "wesentlich" zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.

Lula und Flavio Bolsonaro umwerben bei Wahlkampfauftakt Brasiliens weibliche Wählerschaft

Brasiliens Staatschef Inácio Lula da Silva und sein rechtsgerichteter Herausforderer Flavio Bolsonaro haben zum offiziellen Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs insbesondere die weibliche Wählerschaft im Land umworben. Der 80-jährige Lula, der bei der Wahl am 4. Oktober um eine vierte Amtszeit kämpft, trat am Sonntag in einem Stadion in São Bernardo do Campo im Bundesstaat São Paulo auf. Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 40.000 Menschen.

19 Tote und Dutzende Verletzte bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei gegenseitigen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Russland und der Ukraine 19 Menschen getötet worden. Die ukrainischen Behörden meldeten am Sonntag zudem Schäden an einem der größten Stahlwerke des Landes. Die ukrainische Armee griff derweil Moskau mit hunderten Drohnen an, der Moskauer Regionalgouverneur Andrej Worobjow sprach von "einem der massivsten Drohnenangriffe in jüngster Zeit". Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurden landesweit 822 ukrainische Drohnen abgefangen.

Textgröße ändern: