Deutsche Tageszeitung - Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache

Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache


Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache / Foto: © AFP

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens 14 Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen beladener Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten. Die Regierung machte die Guerrilla-Gruppe ELN für den Anschlag verantwortlich.

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Bei den Verletzten handelte es sich nach Angaben der Behörden um elf Polizisten und drei Zivilisten. Zwei der verletzten Polizisten würden um "ihr Leben kämpfen", sagte der Gouverneur der Region Norte de Santander, William Villamizar. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sahen das Tatfahrzeug in Flammen und zerstörte Gebäudefassaden.

Verteidigungsminister Pedro Sánchez erklärte, "Narkoterroristen der ELN" hätten den Anschlag verübt. Die Behörden schrieben eine Belohnung von umgerechnet mehr als 56.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus.

Der künftige Präsident De la Espriella verurteilte einen "feigen terroristischen Angriff". Der Anschlag werde nicht "die Entschlossenheit der Kolumbianer brechen, in Frieden und Sicherheit zu leben", erklärte der ultrarechte Politiker im Onlinedienst X.

De la Espriellas Vereidigung soll am Freitag unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt Cali stattfinden. Die Zeremonie soll durch rund 11.000 Soldaten und Polizisten abgesichert werden.

Normalerweise wird der kolumbianische Staatschef in der Hauptstadt Bogotá in sein Amt eingeführt. Auf Wunsch De la Espriellas findet die Zeremonie in Cali statt, das in einer von Gewalt durch Drogenbanden und Guerilleros geplagten Region liegt.

De la Espriella tritt die Nachfolge von Gustavo Petro an, der der erste linksgerichtete Präsident in der Geschichte des südamerikanischen Landes war. Der Politik-Neuling wird von US-Präsident Donald Trump unterstützt und steht für einen scharfen Rechtskurs.

De la Espriella will bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und Mega-Gefängnisse errichten. Petro, ein ehemaliger Guerillero, setzte hingegen in seiner vierjährigen Amtszeit auf den Dialog mit bewaffneten Gruppierungen, blieb damit aber weitgehend erfolglos.

(O.Tatarinov--DTZ)

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