Deutsche Tageszeitung - Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen

Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen


Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen
Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die EU-Kommission nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta dazu aufgerufen, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. "Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben", sagte Wadephul der "Bild am Sonntag". "Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt."

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"Ich erwarte daher, dass die EU-Kommission dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einräumt, um das Schengen-System offener EU-Binnengrenzen nicht weiter zu gefährden", sagte der Außenminister. Die Krise zeige auch wie wichtig es sei, "gemeinsam schnell gegen Falschinformationen vorzugehen, die Menschenleben gefährden und die tragischerweise auch dutzende Menschenleben in und um Ceuta gefordert haben".

Wadephul betonte in der "Bild am Sonntag", dass eine effektive Migrationspolitik nicht ohne Drittstaaten funktioniere. "Um illegale Migration zu kontrollieren brauchen wir Partner außerhalb Europas, wie in diesem Fall Marokko. Spanien und Marokko haben es gemeinsam geschafft, diese Krise, die auch in Europa logischerweise größte Sorgen ausgelöst hat, schnell zu lösen. Das begrüße ich sehr."

Die Ankunft zehntausender Migranten in dem an Marokko angrenzendem Ceuta hatte einen Streit innerhalb der EU ausgelöst. Für Dienstag wurde eine Sondersitzung der EU-Innenminister einberufen.

Seit Wochenbeginn waren bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen. Mindestens 67 Migranten kamen nach Angaben der spanischen Regierung auf dem Weg nach Ceuta ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrte mittlerweile "fast die Gesamtheit" der angekommenen Migranten nach Marokko zurück.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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