Deutsche Tageszeitung - Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt

Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt


Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt
Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt / Foto: © AFP

Der brasilianische Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva ist am Sonntag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten seiner linksgerichteten Arbeiterpartei (PT) gekürt worden. Bei einem Parteitag in São Paulo stellte die PT den 80-Jährigen für eine vierte Amtszeit auf. Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober tritt Lula gegen Flávio Bolsonaro an, dessen Vater Jair Bolsonaro er bei der Präsidentschaftswahl 2022 knapp besiegt hatte.

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Lula erklärte auf dem Parteitag vor rund 3000 Anhängern, er sei in "bester Form". Er berichtete von seinen täglichen Sportübungen und verkündete, er werde gegen das Altern ankämpfen. Seine Unterstützer sangen, schwenkten die rote Flagge der PT und Plakate mit Aufschriften wie "Brasilien gibt nicht auf". Lulas 59-jährige Ehefrau trug bei der Veranstaltung ein T-Shirt, auf dem Lula als Kind abgebildet ist.

"Ich bin heute hier, weil Lulas Politik mein Leben und das meiner Familie verändert hat", sagte die 51-jährige Sozialarbeiterin Cristiane Rosa Julho der Nachrichtenagentur AFP. "Dank ihm haben wir heute unser eigenes Haus."

Lula ist es gelungen, seinem Land zu einem soliden Wachstum und zu einer Rekordbeschäftigung zu verhelfen. Die Menschen leiden jedoch unter hohen Lebenshaltungskosten.

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro war am Samstag vor einer Woche beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer Lulas gekürt worden. Das Oberste Gericht Brasiliens hatte seinen Vater im September vergangenen Jahres wegen eines geplanten Umsturzes zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Er befindet sich in Hausarrest.

Für Lula ist Flávio Bolsonaro ein "Verräter am Vaterland", der die USA dazu angestiftet habe, durch Strafzölle der brasilianischen Wirtschaft Schaden zuzufügen. Flávio Bolsonaro weist dies zurück. Einer aktuellen Umfrage zufolge würde Lula derzeit in einer Stichwahl 48 Prozent der Stimmen erhalten, sein Herausforderer käme auf 43 Prozent.

(M.Dylatov--DTZ)

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