Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"

Selenskyj: Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"


Selenskyj: Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können"
Selenskyj: Abwehrraketen hätten in der Nacht in der Ukraine "Leben retten können" / Foto: © AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen mit mindestens 17 Toten erneut über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung des Landes geklagt. Solche Abwehrraketen hätten "die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", erklärte Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige der russischen Raketen aus der Nacht abschießen.

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Russland hatte die Ukraine nach Angaben der Luftwaffe mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen wurden demnach abgefangen. Selenskyjs Angaben zufolge stieg die Zahl der getöteten Menschen am Mittwochmorgen auf 17. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Raum Kiew verletzt. Reporter der Nachrichtenagentur AFP in der Hauptstadt hatten von mehreren heftigen Explosionen berichtet.

Selenskyj drang bei seinen westlichen Verbündeten auf die Lieferung neuer Patriot-Luftabwehrsysteme und der nötigen Raketen. "Verspätungen bei der Lieferung oder ein Ausbleiben bei der Bereitstellung von Antiraketensystemen, führen zu solchen entsetzlichen Opferzahlen und zu Zerstörung", schrieb er in Onlinediensten.

Vor allem seit dem Krieg der USA gegen den Iran fehlt der Ukraine Ausrüstung für die Luftverteidigung. US-Präsident Donald Trump hatte Selenskyj Anfang Juli eine Lizenz zugesagt, die Patriotsysteme selbst zu bauen, zeigte sich in der vergangenen Woche aber wieder zurückhaltend.

(L.Møller--DTZ)

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