Deutsche Tageszeitung - Mindestens 38 Soldaten bei Angriffen im Jemen getötet - Huthis reklamieren Attacke

Mindestens 38 Soldaten bei Angriffen im Jemen getötet - Huthis reklamieren Attacke


Mindestens 38 Soldaten bei Angriffen im Jemen getötet - Huthis reklamieren Attacke
Mindestens 38 Soldaten bei Angriffen im Jemen getötet - Huthis reklamieren Attacke / Foto: © AFP/Archiv

Bei Drohnen- und Raketenangriffen der pro-iranischen Huthis im Jemen sind am Donnerstag nach Angaben von Medizinern mindestens 38 Regierungssoldaten getötet worden. Die Huthis reklamierten die Attacken für sich, einem jemenitischen Militärvertreter zufolge richteten sie sich gegen Armeelager im Zentrum des Landes und nahe der Grenze zu Saudi-Arabien.

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Eine der Raketen traf demnach Soldaten während ihres Morgenappells auf einem Stützpunkt in der Provinz Marib. Nach Angaben eines Militärvertreters gab es dort 45 Tote und Verletzte. Zwei Mediziner sagten, bei den Angriffen seien insgesamt 38 Soldaten getötet und 29 weitere verletzt worden.

Huthi-Sprecher Jahja Saree bezeichnete den Angriff als "groß angelegten Einsatz gegen Ansammlungen feindlicher Truppen". Er verurteilte zugleich eine "bedeutende Verstärkung des saudiarabischen Militärs".

Der Jemen leidet seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem Bürgerkrieg, der als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien gilt. Weitläufige Gebiete im Norden des Landes und die Hauptstadt Sanaa werden von der islamistischen Huthi-Miliz kontrolliert, den Süden kontrolliert ein stark zersplittertes Regierungsbündnis.

Im vergangenen Monat hatten die Spannungen zwischen den Konfliktseiten zugenommen, als die Huthis den Jemen in den regionalen Iran-Krieg hineinzogen und die 2022 vereinbarte Waffenruhe mit der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung faktisch aufkündigten.

Die pro-iranische Miliz verkündete zuletzt eine Blockade saudiarabischer Häfen am Roten Meer und meldete Angriffe auf Öltanker und Ölinfrastruktur des Königreichs. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an.

Im Jemen hatte eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition seit 2015 die Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen.

(O.Tatarinov--DTZ)

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