Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: Mindestens vier Tote durch russische Angriffe in Region Kiew

Selenskyj: Mindestens vier Tote durch russische Angriffe in Region Kiew


Selenskyj: Mindestens vier Tote durch russische Angriffe in Region Kiew

Durch russische Luftangriffe auf die Region Kiew sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Samstag mindestens vier Menschen getötet worden. Bei einem Angriff seien eine Großmutter, ein Großvater und ihr dreijähriger Enkel getötet worden, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Die staatlichen Rettungsdienste veröffentlichten Fotos eines in Flammen stehenden Gebäudes. Selenskyj zufolge wurden vier weitere Menschen ins Krankenhaus gebracht.

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Ein weiterer Mensch wurde demnach bei einem Angriff mit sechs ballistischen Raketen auf zivile Infrastruktur in Kiew getötet. Selenskyj forderte mehr Druck auf Russland, darunter neue Sanktionen, die die Produktion solcher ballistischen Raketen verhindern würden. Während die ukrainische Armee vor ballistischen Raketen warnte, hörte ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP dutzende Explosionen.

Die neuen Angriffe erfolgten kurz nach einer Abstimmung im US-Senat über neue Russland-Sanktionen. Das dabei vom Oberhaus des Kongresses beschlossene Paket enthält Strafmaßnahmen gegen Präsident Wladimir Putin sowie eine Reihe russischer Beamter, Oligarchen und Banken. Außerdem wird von Washington erstmals die sogenannte Schattenflotte ins Visier genommen, mit deren Schiffen Moskau bereits bestehende internationale Sanktionen umgeht.

Das vom Senat verabschiedete Paket geht nun an das Repräsentantenhaus in Washington, das wegen der Sommerpause allerdings erst im September über die Sanktionen abstimmen dürfte.

Selenskyj wollte sich derweil am Samstag in Serbien mit Präsident Aleksandar Vucic treffen. Beide wollten zudem vor die Presse treten. Der Besuch ist politisch heikel: Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder Europas und ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Den wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten westlichen Sanktionen gegen Russland hat sich Belgrad nicht angeschlossen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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