Deutsche Tageszeitung - Drohnen über Bundeswehrstandort in Nordrhein-Westfalen gesichtet

Drohnen über Bundeswehrstandort in Nordrhein-Westfalen gesichtet


Drohnen über Bundeswehrstandort in Nordrhein-Westfalen gesichtet
Drohnen über Bundeswehrstandort in Nordrhein-Westfalen gesichtet / Foto: © AFP/Archiv

Kurz nach dem Drohnen-Fund am Leipziger Flughafen ist ein weiterer Vorfall bekannt geworden: In Nordrhein-Westfalen wurden Drohnen über einem Bundeswehrstandort gesichtet. Ein Sprecher des operativen Führungskommandos der Bundeswehr bestätigte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP den Fall. Demnach meldete am Donnerstag gegen 22.00 Uhr die Sicherheitszentrale des Bundeswehrstandortes Mechernich die Sichtung zweier Drohnen. Daraufhin wurde die Militärpolizei entsandt.

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Der Sachverhalt sei der Polizeidienststelle Euskirchen übergeben worden, erklärte der Sprecher. Diese habe Ermittlungen aufgenommen. Das Bundeswehr-Führungskommando wollte sich zu diesen nicht äußern.

Zuerst hatten am Freitag "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR über die Drohnen-Sichtung berichtet. Demnach sollen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt sechs Überflüge in Mechernich beobachtet haben.

Es handelt sich dabei über einen besonderen Bundeswehr-Standort: 130 Meter tief unter der Erde lagern auf rund 30.000 Quadratmetern Ausrüstungsgegenstände und Ersatzteile. Die Bundeswehr selbst spricht von einem "unterirdischen Materiallager". Wie die drei Medien berichteten, wird dort zudem das Flugabwehrsystem Patriot gewartet.

Dieses spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur. Nato-Staaten haben der Ukraine mehrere Patriot-Systeme zur Verfügung gestellt und liefern auch die Raketen. Deutschland gehört dabei zu den wichtigsten Lieferanten sowohl von Systemen als auch von Patriot-Munition.

Erst in der Nacht zum Mittwoch war auf dem Frachtbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Experten der Bundespolizei entschärften den Sprengsatz. In der Nähe des Drohnenfunds befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

(V.Sørensen--DTZ)

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