Deutsche Tageszeitung - Erste vertriebene syrische Kurden kehren in Gebiet an der Grenze zur Türkei zurück

Erste vertriebene syrische Kurden kehren in Gebiet an der Grenze zur Türkei zurück


Erste vertriebene syrische Kurden kehren in Gebiet an der Grenze zur Türkei zurück
Erste vertriebene syrische Kurden kehren in Gebiet an der Grenze zur Türkei zurück / Foto: © AFP

Jahre nach der Vertreibung hat sich eine erste Gruppe von syrischen Kurden auf den Weg zurück in ihre Heimatstadt Ras al-Ain an der Grenze zur Türkei gemacht. Etwa 2500 Menschen seien aufgebrochen, sagte der Vertreter eines Vertriebenen-Komitees, Dschauan Isso, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Ein AFP-Reporter sah Dutzende mit Möbeln beladene Lastwagen nahe der Stadt Hassakeh.

Textgröße ändern:

Eine zweite Gruppe solle in den kommenden Tagen folgen, sagte Isso weiter. Er bezeichnete den Beginn der Rückkehr als "das Ergebnis von Bemühungen aller Seiten und anhaltender Zusammenarbeit" zwischen Damaskus und den kurdischen Behörden.

Zehntausende Kurden waren während des syrischen Bürgerkriegs vertrieben worden, als 2019 türkische Truppen und mit ihr verbündete syrische Kämpfer ein zuvor kurdisch kontrolliertes Gebiet entlang der türkischen Grenze einnahmen.

Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 vereinbarten die syrische Übergangsregierung und die kurdisch dominierten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) im Januar ein umfassendes Abkommen, in dem auch die Rückkehr vertriebener Kurden vorgesehen ist. Laut der Einigung sollen die kurdischen militärischen Einheiten und die zivilen Stellen in die Einrichtungen des syrischen Zentralstaates eingegliedert werden.

Im Bürgerkrieg in Syrien wurden zwischen 2011 und 2024 mehr als eine halbe Million Menschen getötet. Nach UN-Angaben gibt es weiterhin etwa 5,5 Millionen Binnenflüchtlinge.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch

Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern. Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto, auf dem der Präsident neben Xi während des Überflugs eines Jets salutiert, weise "mit hoher Sicherheit" Spuren auf, "die von generativer KI hinterlassen wurden."

Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied am Freitag nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.

Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste"

Die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sind einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verurteilt worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: