Deutsche Tageszeitung - Mindestens neun Tote und dutzende Verletzte bei neuen russischen Angriffen auf Ukraine

Mindestens neun Tote und dutzende Verletzte bei neuen russischen Angriffen auf Ukraine


Mindestens neun Tote und dutzende Verletzte bei neuen russischen Angriffen auf Ukraine
Mindestens neun Tote und dutzende Verletzte bei neuen russischen Angriffen auf Ukraine / Foto: © AFP

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zudem seien in den Regionen Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk dutzende weitere Menschen verletzt worden, teilten die jeweiligen Regionalbehörden am Dienstag mit. Der Chef der Militärverwaltung in der Region Saporischschja, Iwan Federow, meldete im Onlinedienst Telegram einen "massiven" russischen Angriff, bei dem Raketen und Lenkbomben zum Einsatz gekommen seien.

Textgröße ändern:

Allein in Saporischschja wurden Federow zufolge durch die Angriffe mindestens sechs Menschen getötet und 19 weitere verletzt.

Auch in Kiew wurde in der Nacht zum Dienstag wieder Luftalarm ausgelöst. Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörten in der ukrainischen Hauptstadt kurz nach Mitternacht eine regelrechte Serie von Explosionen. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von russischen Angriffen "mit ballistischen Raketen".

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten "einen koordinierten Angriff mit hochpräzisen bodengestützten Waffen" ausgeführt. Dabei seien "militärisch-industrielle Betriebe sowie Transport- und Logistikzentren in den Städten Kiew und Saporischschja getroffen" worden.

Russland greift derzeit fast jede Nacht massiv die Ukraine an. Den Truppen Kiews fehlen nach eigenen Angaben die geeigneten Luftabwehrraketen, um die Attacken abzuwehren. Vor allem hofft die Ukraine auf die Lieferung weiterer US-Patriot-Abwehrsysteme durch die Verbündeten. Die ukrainische Armee greift ihrerseits immer wieder Ziele in Russland an.

Fast viereinhalb Jahre nach Beginn der russischen Angriffe auf die Ukraine gibt es weiterhin keine konkreten Aussichten auf ein Ende des Krieges.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Schwere Kämpfe zwischen Tigray-Rebellen und Armee - Internetausfall in Nordäthiopien

In Äthiopien halten die Gefechte zwischen Kämpfern der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) und den Regierungstruppen weiter an. In der Provinz Afar habe es in der Nacht "heftige Kämpfe" rund um die Stadt Abala gegeben, hieß es am Freitag aus Kreisen humanitärer Helfer. Die Armee habe die Rebellen daran gehindert, in die Stadt einzudringen. Im Norden des Landes kam es unterdessen zu Stromausfällen.

Libanons Regierungschef Salam warnt vor "Vakuum" nach Abzug von UN-Friedensmission

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat davor gewarnt, durch den geplanten Abzug der UN-Friedensmission Unifil aus seinem Land ein "Vakuum" entstehen zu lassen. Notwendig sei eine Vereinbarung über eine neue Truppe, die Unifil ersetzt, sagte Salam am Freitag in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.

"Zerstörende Dimension erreicht": Berliner Linke weist Antisemitismusvorwurf zurück

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat die gegen ihre Partei nach der Abgeordnetenhauswahl erhobenen Antisemitismusvorwürfe zurückgewiesen. "Diese Vorwürfe sind keinen differenzierte Kritik, sondern haben eine zerstörende Dimension erreicht", sagte Eralp am Freitag bei einem Landesparteitag der Linken in Berlin. Sie wolle den Kampf gegen Antisemitismus stärken. "Jüdische Menschen müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen", sagte sie.

Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei "Superintelligenz"

US-Präsident Donald Trump hat den Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping als erfolgreich bewertet. Das Treffen sei "sehr positiv für beide Länder gewesen", sagte Trump am Freitag bei einem Tee-Empfang für Xi und dessen Ehefrau Peng Liyuan im Weißen Haus. Xi sprach von zwei weiteren möglichen Begegnungen mit Trump beim Apec-Gipfel in China im November und beim G20-Gipfel in den USA im Dezember.

Textgröße ändern: