Deutsche Tageszeitung - Banaszak wirft Regierung "Realitätsverweigerung" bei Klimaschutz vor

Banaszak wirft Regierung "Realitätsverweigerung" bei Klimaschutz vor


Banaszak wirft Regierung "Realitätsverweigerung" bei Klimaschutz vor
Banaszak wirft Regierung "Realitätsverweigerung" bei Klimaschutz vor / Foto: © AFP/Archiv

Grünen-Parteichef Felix Banaszak hat der Bundesregierung vor dem Hintergrund der aktuellen Wetterextreme mangelnde Anstrengungen beim Klimaschutz vorgeworfen. In der Regierung werde über alles gesprochen, nur darüber nicht, kritisierte Banaszak am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Das ist eine Form von Realitätsverweigerung und Bräsigkeit und Ignoranz, die in Deutschland regiert, mit der ich nicht mehr zufrieden bin."

Textgröße ändern:

Banaszak verwies auf die Krise wegen des Niedrigwassers im Rhein und in anderen Flüssen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Regierung warteten hier offensichtlich darauf, "dass es irgendwann wieder regnet und der Sommer vorbei ist." Sie hätten offenbar die Hoffnung, dass die Bürger in den nächsten zehn Monaten die Situation wieder vergessen würden.

"Aber diese Politik muss ein Ende haben", sagte Banaszak dazu weiter. Zwar könne man kurzfristig wenig tun, um die Lage zu ändern. Entscheidend sei aber, Klimaschutz und Klimaanpassung höher zu priorisieren. Die Regierung müsse die Problematik grundsätzlich angehen, sonst könne man in Krisen immer nur kleine Pflaster kleben. "Das wird der Wirtschaft nicht gerecht, das wird auch den Menschen nicht gerecht", sagte der Grünen-Vorsitzende.

Die vorübergehende Aussetzung von LKW-Fahrverboten am Sonntag, um mehr Ausweichmöglichkeiten für Transporte auf Flüssen zu ermöglichen, unterstützte Banaszak. Zudem sprach er sich dafür aus, mehr Güter auf die Schiene zu verlegen. Viele Binnenschiffe können wegen des Niedrigwassers auf dem Rhein nicht mehr fahren oder nur deutlich weniger Ladung aufnehmen.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Selenskyj: Russland greift Ukraine mit nordkoreanischen Raketen an - Neun Tote

Bei einer erneuten russischen Angriffswelle auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zudem seien in den Regionen Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk dutzende weitere Menschen verletzt worden, teilten die jeweiligen Regionalbehörden am Dienstag mit. Nach Angaben des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj kamen bei den "brutalen" Angriffen auf Saporischschja Raketen aus nordkoreanischer Produktion zum Einsatz.

Mindestens neun Tote und dutzende Verletzte bei neuen russischen Angriffen auf Ukraine

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zudem seien in den Regionen Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk dutzende weitere Menschen verletzt worden, teilten die jeweiligen Regionalbehörden am Dienstag mit. Der Chef der Militärverwaltung in der Region Saporischschja, Iwan Federow, meldete im Onlinedienst Telegram einen "massiven" russischen Angriff, bei dem Raketen und Lenkbomben zum Einsatz gekommen seien.

Zeitung: Trump wechselte nach Nato-Gipfel heimlich das Flugzeug

US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Nato-Gipfel in Ankara heimlich das Flugzeug gewechselt und ist mit einer kleineren Maschine abgereist als bisher gedacht. Grund dafür sei eine Morddrohung aus dem Iran gewesen, berichtete die "Washington Post" am Montag. Für den heimlichen Maschinenwechsel habe sich Trump in den Container eines Catering-Fahrzeugs begeben müssen.

Behörden: Fünf Tote und 20 Verletze bei russischem Angriff auf Saporischschja

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem seien in der Stadt im Südosten des Landes 20 Menschen verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung in der Region, Iwan Federow, in der Nacht zum Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. "Leider hört die Zahl der Opfer nach der feindlichen Attacke nicht auf zu steigen."

Textgröße ändern: