Deutsche Tageszeitung - Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an

Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an


Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an
Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an / Foto: © AFP

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat bessere steuerliche Bedingungen für Startups angekündigt. Die Bundesregierung werde so dafür sorgen, "dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben). Sein Ziel sei, "dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können".

Textgröße ändern:

Klingbeil und die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) sprechen am Montag in Berlin mit Gründerinnen und Gründern aus Ostdeutschland. Rund 70 Firmen haben laut Bericht zugesagt. "Ich will von den Gründerinnen und Gründern selbst hören, was sie brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen", sagte Klingbeil dem RND. Kaiser sagte dem Redaktionsnetzwerk: Ihr Ziel sei, dass "das Dax-Unternehmen von morgen aus Ostdeutschland" komme. Häufig fehle es jedoch an Kapital.

Klingbeil verwies auf den Zukunftsfonds unter dem Dach des Deutschlandfonds. Damit "mobilisieren wir Milliarden an Wagniskapital", sagte er. Damit die Beschäftigten von dem Erfolg ihrer Arbeit in den jungen Unternehmen noch besser profitieren können, "sollten wir deren finanzielle Beteiligung an den Unternehmen noch stärker befördern", fügte der Vizekanzler hinzu.

Michael Petrosjan vom Leipziger Software-Startup Flynex forderte schnellere Marktzugänge, weniger Bürokratie und innovationsfreundlichere Vergabeverfahren. "Neue Technologien brauchen zu lange, um vom Pilotprojekt in die produktive Anwendung zu kommen", sagte er dem RND. Flynex entwickelt nach eigenen Angaben eine Plattform zur digitalen Planung, automatisierten Erfassung und KI-gestützten Auswertung von Geodaten und Infrastruktur per Drohne.

Der Technologiegründerfonds Sachsen sieht die Verkehrsanbindung als Standortproblem: "Reisezeiten von einem Arbeitstag von Dresden nach Düsseldorf oder Stuttgart" seien Realität, sagte Geschäftsführer Sören Schuster den RND-Zeitungen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Weißes Haus: US-Gesandte und Putin erörterten "konkrete Pläne" zur Beendigung des Kriegs

Nach einem Treffen der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau haben sich beide Seiten positiv geäußert. Witkoff und Kushner hätten bei ihrem Gespräch mit Putin "konkrete Pläne" für die nächsten Schritte zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erörtert, teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Die Pläne sollten in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Özdemir fordert "Hochdruck" beim Schutz sicherheitsrelevanter Infrastruktur

Nach Angriffen auf Umspannwerke in mehreren Bundesländern und einem nur knapp gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur sowie eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer gefordert. "Die Sicherheitserfordernisse haben sich dramatisch verändert", sagte Özdemir dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntag).

Revolutionsgarden: Iran nimmt nach US-Angriff Tanker in Hormus-Meerenge ins Visier

Nach einem Angriff der US-Armee auf drei iranische Öltanker haben die Revolutionsgarden (IRGC) im Iran eigenen Angaben zufolge ihrerseits mehrere Schiffe ins Visier genommen. Die iranischen Streitkräfte hätten auf "drei Öltanker auf der nicht genehmigten Route durch die Straße von Hormus" sowie drei mit den USA in Verbindung stehende Schiff in anderen Gebieten gezielt, erklärten die Revolutionsgarden am Samstagabend.

Nach Drohnenvorfall: Innenministerium plant Schutzschirm gegen russische Sabotage

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will nach dem gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle härter gegen russische Sabotageakte vorgehen und einen umfassenden Schutzschirm gegen weitere Attacken aufstellen. "Russlands hybride Angriffe mit Sprengstoffdrohnen auf Flughäfen, Agenten in unseren Städten, Cyberangriffen auf unsere Netze und Sabotage unserer Infrastruktur sind tägliche Realität", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag" (Bams). "Diese Angriffe werden zunehmen, aber wir können uns wehren und schützen", betonte der Minister.

Textgröße ändern: