Deutsche Tageszeitung - Myanmars Ex-General Min Aung Hlaing zu erstem Besuch in Russland als Präsident aufgebrochen

Myanmars Ex-General Min Aung Hlaing zu erstem Besuch in Russland als Präsident aufgebrochen


Myanmars Ex-General Min Aung Hlaing zu erstem Besuch in Russland als Präsident aufgebrochen
Myanmars Ex-General Min Aung Hlaing zu erstem Besuch in Russland als Präsident aufgebrochen / Foto: © Myanmar's Presidential Press and Information Bureau/AFP

Myanmars Ex-General und heutiger Präsident Min Aung Hlaing ist zu seinem ersten Besuch in Russland seit seinem Amtsantritt im April aufgebrochen. Der Staatschef verließ laut seinem Büro am Montagmorgen die Hauptstadt Naypyidaw. In Russland will er unter anderem Präsident Wladimir Putin sowie Ministerpräsident Michail Mischustin treffen und an einem myanmarisch-russischen Wirtschaftsforum teilnehmen.

Textgröße ändern:

Mit der Reise sollten die "langen freundschaftlichen und engen Beziehungen" zwischen beiden Ländern weiter gefestigt und die "strategische Zusammenarbeit vertieft" werden, erklärte das myanmarische Präsidialamt. Dies betreffe insbesondere die Bereiche Sicherheit und Wirtschaft.

Im Februar hatten Myanmar und Russland ein fünf Jahre geltendes Abkommen über eine militärische Zusammenarbeit unterzeichnet. Zu dem Papier wurden nur wenige Details bekannt.

Das myanmarische Militär setzt russische Kampfjets im Kampf gegen Rebellengruppen im Land ein. Kritiker beschuldigen die Armee, dabei auch Zivilisten ins Visier zu nehmen. Min Aung Hlaing hat seit April mehrere Auslandsreisen unternommen, unter anderem nach China, Indien und Thailand.

Myanmars Armee hatte 2021 unter Führung von Min Aung Hlaing die mit großer Mehrheit gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt und selbst die Macht übernommen. Der Militärputsch löste einen Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert. Nach fünf Jahren Militärherrschaft organisierte die Junta Ende vergangenen Jahres eine Parlamentswahl, die sie als Rückkehr zu Demokratie darstellte.

Bei der Ende Januar abgeschlossenen und von Oppositionellen scharf kritisierten Wahl erhielt die juntanahe Partei USDP eine Mehrheit von mehr als 80 Prozent der Sitze. Das von der USDP dominierte Parlament wählte Min Aung Hlaing anschließend zum Präsidenten.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Nach Ausschreitungen in Frankreich: Randalierer sollen für Schäden zahlen

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ausschreitungen in Frankreich sollen Randalierer und Mitläufer künftig für die entstandenen Schäden aufkommen. Der mehrheitlich rechte Senat verabschiedete einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in der Nacht zu Mittwoch mit 229 zu 105 Stimmen. Für das Begleichen der Kosten sollen auch Sozialleistungen herangezogen werden können.

Ukrainischer Präsident Selenskyj wird in Hessen mit Medaille geehrt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Hessen mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) würdigte Selenskyj am Mittwoch in Wiesbaden als "eine der herausragenden internationalen politischen Persönlichkeiten der Gegenwart". Die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille ist für den 1. Dezember geplant.

Polizei schießt bei Übung auf Bundeswehrsoldaten: Ermittlungen eingestellt

Nach den Schüssen von Polizisten auf Soldaten bei einer Bundeswehrübung in Bayern vor einem Jahr hat die Staatsanwaltschaft Landshut die Ermittlungen gegen die Polizeibeamten eingestellt. Es habe kein strafbares Verhalten gegeben, weder bei der Polizei noch auf Seiten der Streitkräfte, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Israels Wahlbehörde: Netanjahus Block führt nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen

Bei der Parlamentswahl in Israel liegt nach Auszählung von zwei Dritteln aller Stimmzettel offiziellen Angaben zufolge der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu weiter vor dem Block der Opposition - verfehlt jedoch eine Mehrheit im Parlament. Nach Angaben der israelischen Wahlkommission vom Mittwoch kommen Netanjahus Likud-Partei und ihre Verbündeten nach Auszählung von rund 66 Prozent der Stimmzettel auf 54 der 120 Sitze im Parlament.

Textgröße ändern: