Deutsche Tageszeitung - Britischer Premier: Bis Weihnachten soll niemand mehr auf der Straße schlafen müssen

Britischer Premier: Bis Weihnachten soll niemand mehr auf der Straße schlafen müssen


Britischer Premier: Bis Weihnachten soll niemand mehr auf der Straße schlafen müssen
Britischer Premier: Bis Weihnachten soll niemand mehr auf der Straße schlafen müssen / Foto: © AFP

Im Kampf gegen die Obdachlosigkeit hat Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham zusätzliche Mittel angekündigt, damit bis zum kommenden Weihnachtsfest kein Mensch mehr auf der Straße schlafen muss. "Niemand sollte sein Bett in einem Hausaufgang oder vor einem Bahnhof aufschlagen müssen", erklärte Burnham am Mittwoch. Es scheine, als dauere dieser Zustand schon so lange an, dass sich das Parlament daran gewöhnt habe, fügte er hinzu.

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Die britische Regierung kündigte in der Nacht auf Mittwoch zusätzliche Mittel in Höhe von 102 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 120 Millionen Euro) an, womit ein bereits zuvor angekündigtes Programm jetzt über insgesamt 442 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 516 Millionen Euro) verfügt.

Damit sollen Notunterkünfte und die Schaffung langfristigen Wohnraums finanziert werden. Laut Burnham sollen die Behörden in den Gemeinden entscheiden, welche Hilfen bei ihnen am dringendsten sind. Im Herbst soll es zudem ein Gipfeltreffen zu dem Thema geben.

Burnham hatte am Tag seines Amtsantritts am 20. Juli angekündigt, die Menschen von der Straße zu holen. Von den geschätzt 382.000 Wohnungslosen in Großbritannien schlafen offiziellen Zahlen zufolge knapp 4800 auf der Straße, zu den anderen zählen Menschen, die keine ständige Adresse haben oder in unsicheren Wohnverhältnissen leben.

Burnham äußerte in einem Beitrag für die Zeitung "The Guardian" sein Unverständnis darüber, dass die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht "ihre eigenen Leute von der Straße holen" könne. "Daran glaube ich nicht eine Minute lang."

"Diese Mittel werden tausenden Menschen helfen, die Straße hinter sich zu lassen, in sichere Wohnungen zu ziehen und die Unterstützung zu bekommen, die sie brauchen, um ihre Leben wieder aufzubauen", sagte die für Wohnen zuständige Ministerin Angela Rayner. Die konservative Opposition kritisierte indes, dass wie bei so vielen Ankündigungen des Premiers nur wenig darüber gesagt werde, wie der Plan bezahlt werden solle.

(O.Zhukova--DTZ)

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