Deutsche Tageszeitung - Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump

Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump


Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump
Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump / Foto: © AFP/Archiv

Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong, weiß nach eigenen Angaben nichts von Gesprächen zwischen ihrem Bruder und US-Präsident Donald Trump. Von einer solchen Kommunikation "ist mir absolut nichts bekannt", erklärte Kim Yo Jong am Mittwoch. Ihr Bruder habe dennoch "gute Gefühle" gegenüber dem US-Präsidenten. Trump hatte zuvor angedeutet, in Kontakt mit Kim zu stehen.

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Hintergrund ist eine von Trump verfügte Verkürzung von "Ulchi Freedom Shield", einem jährlichen gemeinsamen Manöver der US-Armee und der südkoreanischen Streitkräfte. Der US-Präsident hatte den Schritt in seinem Onlinedienst Truth Social am Sonntag unter anderem mit den hohen Kosten begründet, erwähnte aber auch lobend, Nordkorea habe sich zuletzt "nicht bedrohlich" und "respektvoll" verhalten. Außerdem habe er eine "sehr gute Beziehung" zu Pjöngjang.

Auf die Posts angesprochen erklärte Trump am Montag, Kim Jong Un habe auf seine Gesprächsangebote reagiert. Als er gefragt wurde, in welchem Stadium sich der Dialog mit Kim befinde, fügte Trump hinzu, dieser sei "sehr positiv". Weitere Details nannte Trump nicht.

Zu der Verkürzung der Militärübung, die nun nur bis Freitag dauern soll und damit nicht wie ursprünglich geplant bis 27. August, erklärte Kim Yo Jong: "Das ist uns keinen Kommentar wert. Wir finden das völlig uninteressant." Die Dauer des Manövers ändere nichts an seinem "aggressiven Charakter". Pjöngjang kritisiert die Übungen seit Jahren als Generalprobe für eine Invasion.

Das "Wall Street Journal" hatte am Dienstag berichtet, Trump dränge auf ein neuerliches Treffen mit Kim noch in diesem Herbst. Trump und Kim hatten sich während der ersten Amtszeit des US-Republikaners dreimal getroffen. Konkrete Ergebnisse gab es damals nicht.

(W.Budayev--DTZ)

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