Deutsche Tageszeitung - Berlin, London, Rom und Paris: Israel muss Siedlungspläne für Westjordanland zurücknehmen

Berlin, London, Rom und Paris: Israel muss Siedlungspläne für Westjordanland zurücknehmen


Berlin, London, Rom und Paris: Israel muss Siedlungspläne für Westjordanland zurücknehmen
Berlin, London, Rom und Paris: Israel muss Siedlungspläne für Westjordanland zurücknehmen / Foto: © AFP/Archiv

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben Israel zur Beendigung des Siedlungsprojekts E1 im Westjordanland aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung riefen sie die israelische Regierung am Donnerstag "nachdrücklich dazu auf, diese Pläne unverzüglich zurückzunehmen".

Textgröße ändern:

Die Entscheidung der israelischen Regierung, Ausschreibungen für den Bau von mehr als tausend Wohnungen in dem Gebiet des Siedlungsprojekts zu veröffentlichen, sei "inakzeptabel", erklärten die vier europäischen Länder. "In Zeiten massiver Instabilität im Westjordanland mit einem beispiellosen Ausmaß von Siedlergewalt gegen die Zivilbevölkerung und schwerwiegenden Beschränkungen der palästinensischen Wirtschaft ist diese Entscheidung umso besorgniserregender."

Israelische Siedlungen im Westjordanland seien gemäß Völkerrecht rechtswidrig. "Dies ist die Haltung der internationalen Gemeinschaft, die auch durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bekräftigt wird", hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter.

Das Siedlungsprojekt E1 erstreckt sich über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern im Westjordanland östlich von Ost-Jerusalem. Der Plan sieht den Bau von rund 3400 Wohnungen in dem Gebiet vor. Durch das Siedlungsprojekt würden "die Aussichten auf die Zweistaatenlösung untergraben, indem das Westjordanland geteilt und die territoriale Einheit der Palästinensischen Gebiete beschädigt wird", kritisierten Deutschland und seine Verbündeten.

Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler, deren Siedlungen nach internationalem Recht illegal sind. Unter Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Israel den Siedlungsbau im Westjordanland stark vorangetrieben.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, seine Stimme abgegeben. Der 35-Jährige und seine Ehefrau Julia fuhren auf einer Simson vor einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Tangermünde vor.

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Baum in Berliner Tiergarten herausgerissen

Nach der Regenbogenbank ist nun auch der Baum zerstört worden, der im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) erinnern sollte. "An dem Gedenkbaum wurden erhebliche Beschädigungen festgestellt", sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Sonntagmorgen. Der Ahorn war erst Anfang August an der Stelle des mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlags gepflanzt worden.

Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt begonnen

In Sachsen-Anhalt hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Knapp 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind in dem Bundesland zur Stimmabgabe aufgerufen. Ministerpräsident Sven Schulze kämpft für die CDU darum, weiterregieren zu können. In den Umfragen lag allerdings die AfD weit vorn.

Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See

Nach fünf Tagen Landgang in Thailand haben die 5000 Matrosen und Marinesoldaten des in die Negativschlagzeilen geratenen US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" am Sonntag wieder abgelegt. Der Marine-Koloss verließ gegen 11.00 Uhr Ortszeit den im Süden des Landes gelegenen Hafen von Laem Chabang, wie AFP-Reporter berichteten.

Textgröße ändern: