Deutsche Tageszeitung - Wadephul pocht auf weitere Unterstützung für die Ukraine

Wadephul pocht auf weitere Unterstützung für die Ukraine


Wadephul pocht auf weitere Unterstützung für die Ukraine
Wadephul pocht auf weitere Unterstützung für die Ukraine / Foto: © AFP

Nach seinem Besuch in der Ukraine hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf eine weitere Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes gepocht. "Wir müssen auch ins Risiko gehen", sagte Wadephul am Montag im Deutschlandfunk angesichts der Skepsis mancher Länder, der Ukraine dringend benötigte Munition für das Raketenabwehrsystem Patriot zu liefern, die diese Länder selbst benötigen könnten. "Deutschland hat es ja auch getan."

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"Ich meine, was die Bundeswehr zur Verfügung gestellt hat, das ging wirklich an die Grenzen des Verantwortbaren", fuhr Wadephul fort. Er sei Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dafür "außerordentlich dankbar". Dieser habe "wirklich alles eingesetzt, was irgendwie verantwortbar war".

Zugleich ermunterte Wadephul auch deutsche Städte und Gemeinden, die Ukraine stärker zu unterstützen. Diese sollten Partnerschaften mit der Ukraine nutzen und schauen, was sie "noch zur Verfügung stellen" könnten. "Wir haben manches Gerät, manchen Stromerzeuger, vielleicht auch manchen Wasserbehälter in Deutschland, den wir zur Verfügung stellen können, und der einfach helfen kann, dass die Menschen gut durch den Winter kommen", sagte der Bundesaußenminister.

Wadephul kündigte an, am Montag mit US-Außenminister Marco Rubio über die Eindrücke seines Ukraine-Besuchs telefonisch zu sprechen. Er wolle Rubio mit Blick auf den Ukraine-Krieg bitten, aktiv zu werden. Die diplomatischen Bemühungen der USA seien bislang im Wesentlichen in den Händen des US-Gesandten Steve Witkoff und des Trump-Schwiegersohns Jared Kushner gewesen.

"Möglicherweise kann ich ihn selber auch veranlassen, dort noch mehr zu machen, aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt Gespräche anzustoßen", sagte Wadephul mit Blick auf Rubio. Es gebe zahlreiche Länder wie die Türkei, viele Golfstaaten und Ägypten, die "einen engeren Gesprächskontakt als praktisch alle Europäer zu Russland haben". Mit diesen Ländern spreche die Bundesregierung. Es sei an der Zeit, "auch diplomatisch noch einmal einen neuen Anlauf zu nehmen".

Wadephul war am Samstag zu einem Solidaritätsbesuch in die Ukraine gereist. Dabei sagte er der Ukraine weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu.

(A.Stefanowych--DTZ)

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