Deutsche Tageszeitung - Linke-Spitzenkandidatinnen: Ostdeutscher Wahlkampf ist emotional geprägt

Linke-Spitzenkandidatinnen: Ostdeutscher Wahlkampf ist emotional geprägt


Linke-Spitzenkandidatinnen: Ostdeutscher Wahlkampf ist emotional geprägt
Linke-Spitzenkandidatinnen: Ostdeutscher Wahlkampf ist emotional geprägt

Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern betonen die Spitzenkandidatinnen der Linken Partei die emotionale Dimension des Wahlkampfs. Eva von Angern kritisiert, dass die extreme Rechte mit Ängsten spiele, während sie gemeinsam mit Simone Oldenburg und Elif Eralp nach gemeinsamen Lösungen für strukturelle Probleme sucht.

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Der Wahlkampf in Ostdeutschland ist aus Sicht der Linken stark von emotionalen Faktoren geprägt. Eva von Angern, die Spitzenkandidatin ihrer Partei für Sachsen-Anhalt, warnt davor, dass die extreme Rechte gezielt mit Ängsten arbeite. Politisch erfolgreich seien hingegen jene Parteien, die den Sorgen der Bevölkerung direkt begegnen und darauf reagieren.

Von Angern führt an, dass in der Region Themen wie der Rückbau der Infrastruktur, das Verschwinden von Dorfkneipen sowie Schließungen von Kitas und Schulen zu einer Stimmung führen, die sie als eine Art „Wende 2.0“ beschreibt. Diese Befürchtungen seien auch durch historische Erfahrungen aus der DDR-Zeit geprägt. Es sei daher wichtig, diese Ängste nicht weiter zu verschärfen, sondern einzuordnen und aufzuklären. Das direkte Gespräch mit den Bürgern halte sie dabei für das entscheidende Mittel.

Die Kandidatin betont, dass die Ernstnahme dieser Emotionen eine gesamtdeutsche Perspektive erfordere. Gemeinsam mit Simone Oldenburg, der Spitzenkandidatin in Mecklenburg-Vorpommern, und Elif Eralp aus Berlin setzt sie sich dafür ein, ostdeutsche Perspektiven zu stärken. Es dürfe nicht länger dazu kommen, dass Sorgen „über den Tellerrand geschoben“ werden.

Die Wahlen finden zeitnah statt: In Sachsen-Anhalt wird in rund einer Woche ein neuer Landtag gewählt, zwei Wochen später folgen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Zwar seien die Bundesländer unterschiedlich, die Probleme der Menschen jedoch gleich. Als gemeinsames Ziel formulieren die drei Frauen den Wunsch nach lebenswerten Bundesländern, in denen junge Menschen bleiben können, weil sie dort Ausbildung, Arbeit, Wohnungen und gute Perspektiven vorfinden.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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