Deutsche Tageszeitung - Politische Verantwortung und schwindende Geduld der Wähler

Politische Verantwortung und schwindende Geduld der Wähler


Politische Verantwortung und schwindende Geduld der Wähler
Politische Verantwortung und schwindende Geduld der Wähler

Eine politische Kolumne zieht einen Vergleich zwischen früheren Rücktritten wegen vergleichsweise kleiner Affären und heutigen Kontroversen, bei denen Spitzenpolitiker trotz anhaltender Kritik im Amt bleiben.

Textgröße ändern:

Ausgangspunkt ist der Rücktritt von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Jürgen Möllemann im Januar 1993. Er hatte Briefpapier seines Ministeriums genutzt, um für einen Einkaufswagenchip zu werben, der von einem Verwandten seiner Frau entwickelt worden war.

Der Beitrag stellt diesem Fall spätere Auseinandersetzungen um politische Verantwortung gegenüber. Dabei wird unter anderem auf den Umgang der Europäischen Kommission mit angeforderten Kommunikationsdaten verwiesen. Ein EU-Gericht beanstandete am 14. Mai 2025 Erklärungen der Kommission als auf Hypothesen oder wechselnden beziehungsweise ungenauen Informationen beruhend.

Die Kolumne argumentiert, dass sich politische Anreize verändert hätten und Rücktritte seltener geworden seien. Als strukturellen Punkt nennt sie Artikel 33 Absatz 2 des Grundgesetzes, der Eignung, Befähigung und fachliche Leistung für öffentliche Ämter verlangt, während Regierungsämter als politische Ämter anders behandelt werden.

Der Text verbindet diese Beispiele mit der Stimmung vor politischen Entscheidungen in Sachsen-Anhalt und beschreibt eine wachsende Ungeduld von Wählern. Die wertenden Schlussfolgerungen sind Positionen des Kolumnisten und keine Tatsachenfeststellungen dieser Neufassung.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Hauchdünner Vorsprung für linke Opposition bei Wahl in Schweden - Verluste für Rechtspopulisten

Bei der Parlamentswahl in Schweden liegt die von den Sozialdemokraten angeführte Opposition mit hauchdünnem Vorsprung in Führung. Nach Auszählung von gut 50 Prozent der Stimmen kamen die vier linken Oppositionsparteien am Sonntagabend auf 49,3 Prozent. Die rechtsgerichtete Allianz von Regierungschef Ulf Kristersson lag bei 49,1 Prozent. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten büßten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 an Zustimmung ein und errichten nur noch 17,7 Prozent.

Kommunalwahl in Niedersachsen: Hochrechnung sieht CDU vor SPD und AfD

Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ist die CDU am Sonntag laut einer Hochrechnung erneut stärkste Kraft geworden. Der Berechnung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) kamen die Christdemokraten landesweit auf 27,7 Prozent und lagen damit vor der SPD mit 24,5 Prozent und der drittplatzierten AfD, die bei 16,5 Prozent gesehen wurde. Die Grünen folgten mit 13,6 Prozent. Die Linke lag laut der Hochrechnung bei 5,9 Prozent und die FDP bei 3,6 Prozent.

Kommunalwahl in Niedersachsen: Ergebnisse erster Oberbürgermeisterwahlen liegen vor

Nach der Kommunalwahl in Niedersachsen sind am Sonntagabend die ersten Oberbürgermeisterwahlen in größeren Städten ausgezählt worden. In Wolfsburg setzte sich Amtsinhaber Dennis Weilmann (CDU) mit 50,1 Prozent im ersten Wahlgang durch, er lag nach Angaben der Stadt deutlich vor dem zweitplatzierten SPD-Bewerber Karsten Schneider mit 15,5 Prozent. In Oldenburg gewann SPD-Kandidat Ulf Prange den ersten Wahlgang mit 33,16 Prozent vor Grünen-Bewerber Jascha Rohr mit 30,54 Prozent, beide müssen in zwei Wochen in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

Linke Opposition liegt bei Wahl in Schweden vorn - Rechtspopulisten mit Stimmverlusten

Bei der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein Sieg der von den Sozialdemokraten angeführten Opposition ab. Die vier linken Oppositionsparteien lagen laut Nachwahlbefragungen der Sender SVT und TV4 vom Sonntag mit 51,3 Prozent der Stimmen vor dem rechten Lager, das demnach rund 47 Prozent holte. Den Prognosen zufolge büßten die rechtspopulistischen Schwedendemokraten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 an Zustimmung ein und kamen nur noch auf rund 17 bis 18 Prozent.

Textgröße ändern: