Deutsche Tageszeitung - Chef von AfD-Nachwuchsorganisation fordert millionenfache "Remigration"

Chef von AfD-Nachwuchsorganisation fordert millionenfache "Remigration"


Chef von AfD-Nachwuchsorganisation fordert millionenfache "Remigration"
Chef von AfD-Nachwuchsorganisation fordert millionenfache "Remigration" / Foto: © AFP/Archiv

Der Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD) hat die millionenfache Rückführung von zugewanderten Menschen aus Deutschland gefordert. "Millionen sind gegen unseren Willen, gegen Recht und Gesetz, gegen jede Vernunft in dieses Land gekommen", sagte GD-Chef Jean-Pascal Hohm am Samstag auf dem Bundeskongress der Organisation in Magdeburg - und fügte hinzu: "Millionen müssen dieses Land wieder verlassen."

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Hohm führte eine völkisch geprägte Begründung für seine Forderung nach massenhafter Remigration an: "Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar", sagte er. Hier dürfe es "kein Resignieren, kein Akzeptieren, kein Arrangieren" geben. Die AfD sei "Ausdruck des Lebenswillens unseres Volkes".

Der AfD-Europaabgeordnete René Aust forderte Remigration auf gesamteuropäischer Ebene. Nötig sei nicht nur "Remigration, sondern europaweite Remigration", sagte Aust. Europa müsse zu einer "Festung Europa" ausgebaut werden, sagte er. "Niemand soll unseren Kontinent betreten, von dem wir nicht wollen, dass er unseren Kontinent betritt."

Der Begriff "Remigration" steht bei Rechtsextremisten für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund - auch gegen deren Willen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wertet Remigration als Konzept, das "auf die Schaffung ethnisch definierter Gesellschaften und damit die Ausweisung aller 'Volksfremden' abstellt".

Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland am Samstagvormittag in Magdeburg zu ihrem zweiten Bundeskongress zusammengekommen. Die Generation Deutschland war im vergangenen November gegründet worden - als Nachfolgerin der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Diese war einige Monate zuvor aufgelöst worden, nachdem sie vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden war.

Die Sicherheitsbehörden haben auch die neue Nachwuchsorganisation im Blick. Das BfV geht nach eigenen Angaben von einer "programmatischen und personellen Kontinuität" zwischen der aufgelösten JA und der neuen Organisation aus.

(O.Zhukova--DTZ)

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