Deutsche Tageszeitung - Selenskyj fordert Ausbau ukrainischer Langstreckenangriffe auf 1.000 Drohnen täglich

Selenskyj fordert Ausbau ukrainischer Langstreckenangriffe auf 1.000 Drohnen täglich


Selenskyj fordert Ausbau ukrainischer Langstreckenangriffe auf 1.000 Drohnen täglich
Selenskyj fordert Ausbau ukrainischer Langstreckenangriffe auf 1.000 Drohnen täglich

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Zahl der täglich gegen Ziele in Russland eingesetzten Langstreckendrohnen deutlich erhöhen. Im Fokus stehen Logistik, Raffinerien und militärische Anlagen.

Textgröße ändern:

Die Ukraine soll nach dem Willen von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Langstreckenangriffe auf Russland stark ausweiten. In seiner Videoansprache am Freitag nannte er das Ziel, täglich 1.000 Drohnen gegen Ziele im russischen Hinterland einzusetzen. Derzeit starten nach den vorliegenden Angaben rund 300 ukrainische Drohnen pro Tag in diese Richtung.

Selenskyj erklärte, der Umfang der laufenden Kampagne reiche nicht aus. Um russische Angriffe abwehren zu können, müsse die Ukraine selbst mehr Waffen einsetzen. Die Langstreckenoperationen richten sich derzeit vor allem gegen Logistikzentren, Ölraffinerien und militärische Einrichtungen. Damit will Kiew die Versorgung der russischen Streitkräfte schwächen und die Kosten des Krieges erhöhen.

Zu den aktuellen Zielen gehört auch der Hafen Noworossijsk, der für die russische Schwarzmeerflotte von großer Bedeutung ist. Selenskyj sagte, Russland verfüge bereits über weniger Benzin, geringere Exportmöglichkeiten und reduzierte Logistikkapazitäten. Weitere Verluste seien zu erwarten, falls Moskau nicht zu ernsthaften Verhandlungen über ein Kriegsende bereit sei.

Der ukrainische Präsident äußerte sich außerdem zum Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau. Die Ukraine sei vorab über das Treffen informiert worden. Selenskyj dankte den USA für ihre Bemühungen und bezeichnete den Ton des Gesprächs mit Russland als notwendig.

Über Inhalt und Ablauf der Reise Ratcliffes ist bislang wenig öffentlich bekannt. Mehrere US-Medien, darunter das „Wall Street Journal“ und „Politico“, berichteten, der CIA-Chef habe Moskau vor einem Angriff auf die Nato gewarnt. Ziel sei gewesen, eine weitere Eskalation zu verhindern.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Arbeitsbelastung von Schulleiter

Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geht es am Donnerstag (11.30 Uhr) um die Arbeitszeit von Lehrkräften. Es klagt der frühere Leiter einer Grundschule in Niedersachsen. Er gibt an, dass er deutlich mehr gearbeitet habe als die für Beamte geltende Durchschnittszeit von 40 Stunden pro Woche. Dafür fordert er einen finanziellen Ausgleich. (Az. 2 C 19.25)

Frankreichs Präsident Macron trifft libanesischen Präsidenten und jordanischen König

Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt am Donnerstag (ab 08.30 Uhr) seinen libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun und den jordanischen König Abdullah II. Nach Einzelgesprächen wollen die drei Staatschefs gemeinsam eine hochrangige Tagung von Militärexperten eröffnen, bei der es um die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte geht, wie das französische Präsidialamt mitteilte.

Kanadas Premier Carney hält Rede im EU-Parlament

Vor dem Hintergrund einer stärkeren Annäherung zwischen Kanada und der EU hält der kanadische Premierminister Mark Carney am Donnerstag eine Rede im EU-Parlament in Straßburg (11.30 Uhr MESZ). Es wird erwartet, dass Carney den Abgeordneten seine Idee einer "einzigartigen Allianz" zwischen seinem Land und der Europäischen Union erläutert.

Nach Kopf-an-Kopf-Rennen: Ergebnis der Parlamentswahl in Schweden wird erwartet

Vier Tage nach der Parlamentswahl in Schweden soll das mit Spannung erwartete offizielle Ergebnis des Urnengangs bekanntgegeben werden. In bisherigen Auszählungen hatte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einem möglichen linksgerichteten Bündnis bisheriger Oppositionsparteien und der konservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Ulf Kristersson gegeben. Grund für das lange Warten auf das Endergebnis waren nach Angaben der Wahlkommission unter anderem zunächst nicht ausgezählte Stimmen der im Ausland lebenden Schweden sowie von Briefwählern.

Textgröße ändern: