Deutsche Tageszeitung - Ehemaliger Trump-Unterstützer aus den USA abgeschoben

Ehemaliger Trump-Unterstützer aus den USA abgeschoben


Ehemaliger Trump-Unterstützer aus den USA abgeschoben
Ehemaliger Trump-Unterstützer aus den USA abgeschoben / Foto: © US Department of Homeland Security/AFP

Die USA haben den ehemaligen Trump-Unterstützer und Rechtsaußen-Kommentator Milo Yiannopoulos in sein Heimatland Großbritannien abgeschoben. Der 41-Jährige sei ausgewiesen worden, teilte die US-Regierung am Samstag in Washington mit. Yiannopoulos hatte US-Präsident Donald Trump in dessen erster Amtszeit unterstützt, sich später aber gegen den Rechtspopulisten gewandt. Bis heute verteidigt er allerdings dessen rigorose Abschiebepolitik gegen Migranten.

Textgröße ändern:

Der Brite war am Donnerstag von Mitarbeitern der US-Einwanderungsbehörde ICE in New Orleans festgenommen worden. Das US-Heimatschutzministerium erklärte, der Brite werde als "illegaler Ausländer" betrachtet. Yiannopoulos war 2019 in die USA eingereist und nach Auslaufen seiner Aufenthaltsgenehmigung weiter im Land geblieben. Nachdem er nicht zu einer Anhörung bei der Einwanderungsbehörde erschienen war, war am 22. Juli seine Abschiebung angeordnet worden.

Der Brite hatte vor gut einem Jahrzehnt Bekanntheit als selbsternannter Verteidiger der freien Meinungsäußerung und Feind der politischen Korrektheit erlangt. Er ist bekennender Schwuler, wandte sich aber wiederholt gegen die LGBTQ-Gemeinschaft und beschwor traditionelle Werte. Außerdem wird ihm Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen.

Zwischenzeitlich schrieb er für die rechtsgerichtete US-Website Breitbart. Nachdem er zunächst ein glühender Unterstützer Trumps war, hatte er sich in jüngster Zeit kritisch über den US-Präsidenten geäußert. Die Trump-nahe Influencerin Laura Loomer schrieb im Onlinedienst X, Yiannopoulos habe zur Gewalt gegen den Präsidenten aufgerufen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Özdemir fordert "Hochdruck" beim Schutz sicherheitsrelevanter Infrastruktur

Nach Angriffen auf Umspannwerke in mehreren Bundesländern und einem nur knapp gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur sowie eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer gefordert. "Die Sicherheitserfordernisse haben sich dramatisch verändert", sagte Özdemir dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntag).

Revolutionsgarden: Iran nimmt nach US-Angriff Tanker in Hormus-Meerenge ins Visier

Nach einem Angriff der US-Armee auf drei iranische Öltanker haben die Revolutionsgarden (IRGC) im Iran eigenen Angaben zufolge ihrerseits mehrere Schiffe ins Visier genommen. Die iranischen Streitkräfte hätten auf "drei Öltanker auf der nicht genehmigten Route durch die Straße von Hormus" sowie drei mit den USA in Verbindung stehende Schiff in anderen Gebieten gezielt, erklärten die Revolutionsgarden am Samstagabend.

Nach Drohnenvorfall: Innenministerium plant Schutzschirm gegen russische Sabotage

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will nach dem gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle härter gegen russische Sabotageakte vorgehen und einen umfassenden Schutzschirm gegen weitere Attacken aufstellen. "Russlands hybride Angriffe mit Sprengstoffdrohnen auf Flughäfen, Agenten in unseren Städten, Cyberangriffen auf unsere Netze und Sabotage unserer Infrastruktur sind tägliche Realität", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag" (Bams). "Diese Angriffe werden zunehmen, aber wir können uns wehren und schützen", betonte der Minister.

Putin führt Gespräche mit US-Gesandten über Ukraine

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Samstag in Moskau russischen Staatsmedien zufolge rund drei Stunden lang mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner Gespräche über eine Beendigung des seit vier Jahren anhaltenden Ukraine-Konflikts geführt. Witkoff und Kushner sollen am Sonntag erstmals in die ukrainische Hauptstadt Kiew reisen. Russland und die Ukraine sicherten zu, wegen der Gespräche drei Tage lang auf Angriffe auf Kiew und Moskau zu verzichten.

Textgröße ändern: