Deutsche Tageszeitung - Chinas Präsident Xi kündigt bei Besuch in Ägypten Ausweitung von Investitionen an

Chinas Präsident Xi kündigt bei Besuch in Ägypten Ausweitung von Investitionen an


Chinas Präsident Xi kündigt bei Besuch in Ägypten Ausweitung von Investitionen an
Chinas Präsident Xi kündigt bei Besuch in Ägypten Ausweitung von Investitionen an / Foto: © POOL/AFP

Chinas Präsident Xi Jinping hat bei seinem ersten Besuch in Ägypten seit einem Jahrzehnt eine Ausweitung der Investitionen Pekings in dem nordafrikanischen Land angekündigt. China und Ägypten unterzeichneten ein Abkommen über den Start der dritten Entwicklungsphase der ägyptisch-chinesischen Industriezone, wie das Büro des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi am Mittwoch bekanntgab.

Textgröße ändern:

Das Abkommen verschafft China in der Wirtschaftszone am Suezkanal, wo bereits 200 Unternehmen mit Investitionen in Höhe von rund vier Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) angesiedelt sind, einen weiter wachsenden Einfluss. Beide Seiten unterzeichneten darüber hinaus nach Angaben von al-Sisis Büro eine Reihe weiterer Abkommen, ohne dass diese näher benannt wurden.

Die Gespräche der beiden Präsidenten hatten auch den seit sechs Monaten andauernden Iran-Krieg zum Thema. Sie riefen laut al-Sisis Büro zu "diplomatischen Lösungen" auf, um eine "umfassende Vereinbarung zur Beendigung des Krieges" zu erreichen.

Xi sagte seinem ägyptischen Kollegen zudem, "äußere Einmischung" in der Region sei abzulehnen. China sei bereit, "mit den Ländern der Region zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit internationaler Schifffahrtsrouten zu gewährleisten", wurde der Präsident von der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert.

Al-Sisi empfing Xi in Kairo mit 21 Salutschüssen. Die Straßen der Hauptstadt waren mit chinesischen und ägyptischen Flaggen geschmückt sowie mit Plakatwänden, auf denen Abbildungen von Sisi und Xi zu sehen waren. Am Mittwoch will Xi das Große Ägyptische Museum in der Nähe der Pyramiden von Gizeh besuchen.

China ist ein bedeutender Exporteur nach Ägypten. Pekings Handelsüberschuss mit dem nordafrikanischen Land erreichte in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 nach Angaben der chinesischen Zollbehörden zwölf Milliarden Dollar.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf Hochzeitsfeier: Teheran wirft den USA "Kriegsverbrechen" vor

Nach einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier mit mindestens vier Toten in der Provinz Sirik im Süden des Iran hat Teheran den USA "Kriegsverbrechen" vorgeworfen. "Die Wahrheit über diesen völkerrechtswidrigen Krieg und das wahre Gesicht des Kriegsverbrechens zeigen sich in Sirik, wo eine Hochzeitsfeier brutal bombardiert wurde", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Mittwoch im Onlinedienst X. Die US-Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall und betonte lediglich, niemals auf Zivilisten zu zielen.

"Sprache der Eskalation": Bundesregierung weist Kritik aus Moskau zurück

Die Bundesregierung hat die Kritik Russlands an den neu verhängten deutschen Sanktionen zurückgewiesen. Zu den Äußerungen aus Moskau sagte Vizeregierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch in Berlin: "Das ist sicherlich eine Sprache der Eskalation, die dort gewählt wird. Unsere Sprache ist es nicht." Die Bundesregierung erwarte, "dass Moskau mit Maßnahmen antworten wird", fügte er hinzu. "Wir sind darauf vorbereitet."

Nach Anschlagsversuch in Leipzig: EU stützt Deutschlands Vorgehen gegen Russland

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Deutschland breite Unterstützung aus der EU erhalten. Der Anschlagsversuch weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bei einem Treffen der EU-Außenminister am Mittwoch in Irland. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warf Russland eine "neue Eskalationsstufe" vor. Bei dem Außenministertreffen wurde zudem über die nächsten Sanktionen gegen Russland beraten.

Taliban-Regierung verteidigt Protestverbot gegen Kritik von Menschenrechtsorganisationen

Nach Kritik von Menschenrechtsgruppen hat die Taliban-Regierung in Afghanistan das Demonstrationsverbot in dem Land verteidigt und sich dabei auf islamisches Recht berufen. Die neue Regelung stehe "vollkommen im Einklang mit dem islamischen Recht", sagte Talibansprecher Sabihullah Mudschahid am Mittwoch: "Proteste gibt es im islamischen Recht nicht."

Textgröße ändern: