Deutsche Tageszeitung - Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück

Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück


Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück
Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lehnt CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze ein pauschales Verbot von Gesprächen oder parlamentarischen Modellen mit der Linken ab. Eine entsprechende Vorlage im Kreisverband Harz wurde nicht beschlossen.

Textgröße ändern:

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hat sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gegen Forderungen aus Teilen seiner Partei gewandt, nach der Wahl sämtliche Sondierungs-, Koalitions- oder Duldungsmodelle mit der Linken auszuschließen.

Anlass ist eine Tischvorlage im CDU-Kreisverband Harz. Schulze erklärte, sie gebe lediglich die Position eines einzelnen Parteimitglieds wieder und sei weder beschlossen worden noch Grundlage für die Beratungen vor der Wahl. Nach Angaben des Kreisverbands wurde das Papier nur kurz diskutiert und soll voraussichtlich nach dem Wahlsonntag erneut beraten werden.

Der Streit gewinnt wegen möglicher schwieriger Mehrheitsverhältnisse an Bedeutung. Sollte die AfD stärkste Kraft werden, aber keine absolute Mehrheit erreichen, könnte eine Minderheitsregierung unter CDU-Führung bei einzelnen Abstimmungen auf Stimmen der Linken angewiesen sein. Umfragen sehen die Linke zuletzt bei etwa 11 bis 13 Prozent.

Schulze schloss zugleich Ministerposten für AfD und Linke in einer von ihm geführten Regierung aus. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz lehnt eine formelle Zusammenarbeit mit beiden Parteien ebenfalls ab, verwies aber auf die Praxis in Sachsen und Thüringen, wo CDU-geführte Regierungen punktuell Unterstützung der Linken erhalten.

Der CDU-Kreisverband Harz hatte bereits im April 2025 gefordert, den Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundespartei aus dem Jahr 2018 aufzuheben, der eine Zusammenarbeit mit AfD und Linken ausschließt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Venezuelas Übergangspräsidentin in New York eingetroffen - Treffen mit Trump

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ist in New York eingetroffen, wo sie an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung teilnehmen und am Dienstag erstmals mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen wird. Rodríguez wurde am Sitz der Vereinten Nationen von UN-Generalsekretär António Guterres begrüßt, wie das venezolanische Staatsfernsehen meldete.

Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist kurz vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eingetroffen. Er telefonierte nach seiner Ankunft am Montag (Ortszeit) mit UN-Generalsekretär António Guterres, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. In New York wollten die iranischen Vertreter "die Rechte und die Interessen des iranischen Volkes verteidigen", sagte er demnach vor Journalisten. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei plant Araghtschi vor Ort Gespräche mit "zahlreichen" Amtsträgern und Außenministern.

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Textgröße ändern: