Deutsche Tageszeitung - Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität

Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität


Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität
Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität / Foto: © AFP/Archiv

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro erneut versucht, den Prozess in New York abzuwenden. Er berief sich in einer Eingabe an einen US-Richter am Mittwochabend (Ortszeit) auf seine Immunität. Das Verfahren gegen den 63-Jährigen soll im kommenden Juni beginnen.

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"Noch kein amerikanisches Gericht hat je einen Strafprozess gegen einen ausländischen Staatschef geführt, der von seinem eigenen Land zum Zeitpunkt der Anklageerhebung als amtierendes Staatsoberhaupt anerkannt war", heißt es in dem Schreiben von Maduros Anwalt. Seine Ehefrau Cilia Flores genieße überdies Immunität als First Lady.

Auf Befehl von US-Präsident Donald Trump hatten US-Soldaten Maduro und seine Ehefrau am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht, wo ihnen im kommenden Jahr wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft Maduro und seiner Ehefrau vor, sich an der Spitze Venezuelas mit Drogenkartellen verbündet und tonnenweise Kokain in die USA geschmuggelt zu haben. Beide hatten Anfang Januar in New York auf nicht schuldig plädiert. Maduro nennt sich einen "Kriegsgefangenen" der USA.

Zuletzt hatte der frühere Präsident in Onlinenetzwerken Fotos veröffentlicht, die ihn in seinem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn zeigen sollen. Darauf trägt er einen grauen Trainingsanzug und macht mit beiden Händen das "Victory"-Zeichen für den Sieg. Die Echtheit der Bilder lässt sich nicht überprüfen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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