Deutsche Tageszeitung - Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See

Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See


Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See
Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See / Foto: © AFP

Nach fünf Tagen Landgang in Thailand haben die 5000 Matrosen und Marinesoldaten des in die Negativschlagzeilen geratenen US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" am Sonntag wieder abgelegt. Der Marine-Koloss verließ gegen 11.00 Uhr Ortszeit den im Süden des Landes gelegenen Hafen von Laem Chabang, wie AFP-Reporter berichteten.

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Sie hatten sich in der bei Touristen beliebten Stadt Pattaya nach fast zehn Monaten auf See ein paar Tage lang von den Strapazen an Bord der "Abraham Lincoln" erholen können. US-Medien hatten berichtet, dass die Besatzung unter einem Mangel an Lebensmitteln, defekten sanitären Anlagen und fehlenden Hygiene-Artikeln litt. Es habe eine große psychische Belastung für die Besatzungsmitglieder und sogar Suizidversuche gegeben, hieß es in den Berichten.

Die thailändische Polizei mobilisierte zahlreiche Einsatzkräfte, die während des Landgangs der Matrosen im für seinen Sextourismus berüchtigten Pattaya für Sicherheit sorgen sollten. Nach Angaben der Polizei verlief der Aufenthalt ohne größere Zwischenfälle. "Alles ist gut gelaufen", sagte Pattayas Polizeichef Anek Srathongyoo. "Es gab keine Festnahmen oder Streitigkeiten, außer am ersten Tag, als Amerikaner untereinander eine Auseinandersetzung hatten."

Die US-Marine schickte zwei Seeleute zurück auf die "Lincoln", die in der Nähe von Pattayas Ausgehviertel Walking Street aneinander geraten waren. Einst ein verschlafenes Fischerdorf diente Pattaya im Vietnamkrieg zunächst als Erholungsort für US-Soldaten und entwickelte sich in der Folge zu einem Magneten für Touristen aus aller Welt. Besonders beliebt sind die Strände und das Nachtleben.

Der Bürgermeister von Pattaya, Poramase Ngampiches, freute sich über Einnahmen in Höhe von geschätzt drei Millionen US-Dollar durch den Landgang. Zudem habe die Stadt davon profitiert, "dass andere Güter wie etwa Zahnpasta im Wert von Millionen Baht an das Schiff verkauft wurden", sagte Poramase AFP.

Der Flugzeugträger war im November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Noch vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wurde er in die Krisenregion beordert. Die Berichte über die schlechten Bedingungen an Bord hatten die Kritik in den USA an dem Waffengang noch verschärft.

(O.Zhukova--DTZ)

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