Deutsche Tageszeitung - Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab

Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab


Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab
Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab / Foto: © AFP

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt eine Minderheitsregierung unter Führung seiner Partei ab, falls diese nicht die absolute Mehrheit der Mandate gewinnt. Nach dem Wahlsieg werde es "keine Konstellationen geben mit Minderheitsregierung oder sowas", sagte Siegmund am Sonntagabend im ZDF. Prinzipiell wäre die AfD zwar offen für eine Koalition mit einer Partei, die einen neuen Kurs in der Migrations- und Energiepolitik umsetzen wolle, einen derartigen Partner sehe er aber derzeit nicht.

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"Wir möchten uns nicht verbiegen für irgendwelche Machtoptionen", betonte Siegmund. Deswegen sei die Alleinregierung das Wahlziel. Der AfD-Politiker äußerte zugleich die Hoffnung auf Stimmen von anderen Parteien. Er wisse nicht, was in den nächsten Tagen passiere, sagte Siegmund. "Ich weiß nicht, ob es einzelne Abgeordnete gibt, die sagen, 'jetzt ist Schluss, jetzt spiele ich das hier nicht mehr mit'."

Die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla hatten zuvor eine AfD-Minderheitsregierung oder eine Koalition ins Spiel gebracht. Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, sei die Partei auch "gesprächsbereit", sagte Chrupalla im ZDF. "Unsere Hand ist immer ausgestreckt", betonte ebenfalls Weidel in Bezug auf mögliche Regierungspartner.

(V.Sørensen--DTZ)

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