Deutsche Tageszeitung - Von der Leyen kündigt Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Grönland an

Von der Leyen kündigt Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Grönland an


Von der Leyen kündigt Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Grönland an
Von der Leyen kündigt Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Grönland an / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP

Die EU hat ein Investitionspaket für Grönland in Höhe von 200 Millionen Euro für dieses und das nächste Jahr angekündigt. Das sogenannte EU-Grönland-Partnerschaftspaket werde "neue Chancen schaffen und zu einer starken und engagierten EU in Grönland und in der Arktis führen", betonte von der Leyen bei einem Besuch in der grönländischen Hauptstadt Nuuk am Montag.

Textgröße ändern:

Das Paket solle die Zusammenarbeit zwischen Brüssel und der dem Königreich Dänemark zugehörigen Insel in den Bereichen Bildung, Fischerei, Kommunikations-Infrastruktur, Wasserkraft und kritischen Rohstoffen verstärken, heißt es in einer Erklärung der EU-Kommission.

Zudem soll mit Investitionen in bessere Wohnverhältnisse, nachhaltigen Tourismus und Unterstützung für kleine Unternehmen der Alltag der Grönländer verbessert werden. Von der Leyen unterzeichnete gemeinsam mit Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eine entsprechende Vereinbarung.

Grönland ist als autonome Region ein Teil des Königreichs Dänemark, nicht aber der EU. Die riesige Arktisinsel war Anfang des Jahres wegen der wiederholten Übernahmedrohungen durch US-Präsident Donald Trump in den Fokus gerückt. Dänemark und die EU wiesen diesen Vorstoß scharf zurück.

Von der Leyen wiederholte in Nuuk, über die Zukunft Grönlands sollten die Menschen in Grönland und in Dänemark entscheiden und "niemand sonst". Die Arktis sei zu einem der Orte geworden, "an denen die tektonischen Platten der Geopolitik aufeinanderprallen", sagte die Kommissionspräsidentin am Ende ihres zweitägigen Besuchs in Grönland. Die EU werde deswegen im Herbst ihre Arktisstrategie vorstellen, für "eine stärkere Partnerschaft mit Europas nördlicher Nachbarschaft".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Israel greift Süden des Libanon erneut an - mehrere Tote

Nach tödlichen Angriffen in den vergangenen Tagen hat Israel den Beschuss von Zielen im Süden des Libanon fortgesetzt. Wie libanesische Medien am Montag berichteten, wurden bei den Angriffen in der Nacht elf Menschen getötet, darunter auch zwei Kleinkinder. Israel warf der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz Drohnenangriffe und wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Die israelische Armee kündigte an, die Angriffe fortzusetzen, bis die Bedrohungen durch die Miliz beseitigt seien.

Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Wüst warnt vor Naivität

Angesichts einer möglichen AfD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor Blauäugigkeit gewarnt. "Wir dürfen nicht naiv sein", sagte er am Montag in Berlin. Die AfD werde sich nicht entzaubern, sie habe konkrete Pläne.

Merz warnt AfD vor Grundgesetzverstößen nach Regierungsübernahme

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die AfD scharf ermahnt, sich bei einer Übernahme der Regierung in Sachsen-Anhalt an die Vorgaben des Grundgesetzes zu halten. "Wenn dort Grenzen überschritten werden, werden wir aus Sicht der Bundesregierung alles tun, um das zu korrigieren", sagte Merz am Montag in Berlin. "Das Grundgesetz gilt auch in Sachsen-Anhalt, auch nach einer Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten."

Deutschland wehrt sich vor UN-Gericht gegen Völkermord-Vorwurf im Gazakrieg

Deutschland hat sich vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag gegen einen von Nicaragua erhobenen Vorwurf gewehrt, im Gazastreifen mit israelischer Unterstützung einen Völkermord zu begünstigen. Die Richter seien nicht zuständig, um in diesem Fall zu entscheiden, erklärte die Vertreterin Deutschlands, Julia Monar, zum Auftakt der Verhandlungen am Montag. Weiter bezeichnete sie die Anschuldigungen des zentralamerikanischen Landes als "unzutreffend und verzerrt".

Textgröße ändern: