Deutsche Tageszeitung - Chinas Außenhandel legt im August kräftig zu

Chinas Außenhandel legt im August kräftig zu


Chinas Außenhandel legt im August kräftig zu
Chinas Außenhandel legt im August kräftig zu / Foto: © CN-STR/AFP

Angetrieben von der weltweiten Nachfrage nach Technik für Künstliche Intelligenz (KI) hat Chinas Außenhandel im August kräftig zugelegt. Die Exporte aus der Volksrepublik wuchsen um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde am Dienstag in Peking mitteilte. Auch die Importe nach China stiegen demnach kräftig um gut 28 Prozent an.

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Chinesische Exporteure profitierten im August von einer gestiegene Auslandsnachfrage nach Halbleitern und weiteren Produkten im Zusammenhang mit dem KI-Boom. Nach Daten der Zollverwaltung legten die Ausfuhren von Computern und zugehörigen Bauteilen im Zeitraum von Januar bis August um mehr als 49 Prozent zu. Aber auch chinesische Autoexporte, die unter anderem den europäischen Herstellern zunehmend Konkurrenzdruck bescheren, stiegen kräftig: Hier wurde ein Plus von mehr als 53 Prozent verzeichnet.

Chinas Außenhandel habe sich im August "robust" gezeigt, kommentierte Analyst Nguyen Hoang Nam von Capital Economics. Er wies jedoch darauf hin, dass sich die Dynamik bei den Importen saisonbereinigt abgeschwächt habe - dies spiegele die "nach wie vor verhaltene Binnennachfrage" in China wider.

Die hinter den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt setze weiterhin auf Exporte, "um die Wirtschaft zu stützen", erklärte Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Den Zolldaten zufolge belief sich der Handelsüberschuss Chinas bis Ende August auf 805,5 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 694 Milliarden Euro). Damit könnte der Rekordwert des Vorjahres, als der chinesische Handelsüberschuss 1,2 Billionen Dollar erreicht hatte, übertroffen werden.

Der hohe Handelsüberschuss steht bei Chinas Handelspartnern immer wieder in der Kritik - vor allem seitens der EU und der USA. Die US-Regierung habe auf dem jüngsten G20-Gipfel deutlich gemacht, dass sie über dieses Problem "besorgt" sei, hob Zhang hervor. Ende September wird ein Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Washington erwartet - dabei dürfte es auch um die Handelsspannungen zwischen beiden Ländern gehen.

(W.Budayev--DTZ)

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