Deutsche Tageszeitung - Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante im Auftrag Kiews Anschlag auf Diplomaten

Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante im Auftrag Kiews Anschlag auf Diplomaten


Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante im Auftrag Kiews Anschlag auf Diplomaten
Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante im Auftrag Kiews Anschlag auf Diplomaten / Foto: © AFP/Archiv

Russland hat nach eigenen Angaben einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der britischen Botschaft unter dem Vorwurf festgenommen, dass er in ukrainischem Auftrag einen Anschlag auf den Botschafter des Vereinigten Königreichs ausführen sollte. Die Verantwortung für den Anschlag habe Kiew dann Moskau zuweisen wollen, erklärte der russische Geheimdienst FSB am Donnerstag.

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Ziel dieses Komplotts sei es gewesen, dass Großbritannien seine Waffen- und Rüstungslieferungen an die Ukraine verstärkt und die Sanktionen gegen Russland verschärft, führte der FSB aus.

Der 1981 in Russland geborene Sicherheitsmitarbeiter sei von einem ukrainischen Blogger angeheuert worden, der mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU zusammenarbeite, hieß es weiter. Demnach sollte der Mann Veranstaltungen und Menschen in der Botschaft sowie deren Sicherheitssysteme ausspähen.

Die Ukraine haben dann geplant, "diese gewonnenen Informationen zu nutzen, um Sabotage- und Terrorangriffe gegen den Leiter der britischen diplomatischen Vertretung und andere Diplomaten zu planen und auszuführen, und dann die russische Seite zu beschuldigen", erklärte der FSB. Kiew und London äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Großbritannien ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Das Vereinigte Königreich stellt dem Land Milliardensummen an militärischer und finanzieller Hilfe zu Verfügung. Die Beziehung zwischen London und Moskau waren schon vor Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wegen mehreren Spionageskandale und Anschläge unterkühlt.

Darunter waren die Vergiftung des ehemaligen russischen Spions Alexander Litwinenko in London und die versuchte Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal 2018 in Salisbury, bei der eine unbeteiligte britische Bürgerin getötet worden war.

Am Mittwoch teilte die britische Staatsanwaltschaft mit, sie habe einen 31-jährigen Briten angeklagt, der mutmaßlich Kontakt zu Russlands Militärgeheimdienst GRU aufgenommen hatte. Ihm wird die Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes vorgeworfen sowie die Absicht und die Bereitschaft, Sabotageakte vorzubereiten oder auszuführen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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