Deutsche Tageszeitung - Laschet kritisiert mangelnden Beistand für Merz durch CDU-Ministerpräsidenten

Laschet kritisiert mangelnden Beistand für Merz durch CDU-Ministerpräsidenten


Laschet kritisiert mangelnden Beistand für Merz durch CDU-Ministerpräsidenten
Laschet kritisiert mangelnden Beistand für Merz durch CDU-Ministerpräsidenten / Foto: © AFP/Archiv

Der frühere CDU-Chef Armin Laschet hat einen mangelnden Beistand führender Politiker seiner Partei für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach der verlorenen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kritisiert. Das CDU-Präsidium habe am Wahlabend "weitgehend ohne die eigenen Ministerpräsidenten" getagt, sagte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Ich wäre als Ministerpräsident, wenn ein anderer Bundesvorsitzender in so einer schwierigen Lage gewesen wäre, hingegangen."

Textgröße ändern:

"Jeder wusste, dass das ein schwieriger Abend ist", sagte der ehemalige NRW-Ministerpräsident Laschet weiter. "Und wenn einige sogar in Berlin waren, hätte man da gut hingehen können und sollen."

Medienberichten zufolge hatten die wichtigen CDU-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen), Boris Rhein (Hessen), Gordon Schnieder (Rheinland-Pfalz) und Michael Kretschmer (Sachsen) die Einladung ausgeschlagen, mit Merz den Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus zu verbringen.

Dass Merz am Tag nach der Wahlschlappe persönliche Verantwortung übernommen hat, begrüßte Laschet. Zugleich bezweifelte er, dass die richtigen Lehren gezogen wurden. Gefragt nach der Schlussfolgerung von Merz, nun "emotionaler" und "empathischer" zu werden, sagte Laschet: "Solche Formulierungen sind furchtbar. Wenn es eine Strategie ist, redet man darüber nicht, sondern macht es."

Der frühere CDU-Kanzlerkandidat fügte hinzu: "Ich kann diese ganzen Sprüche auch seit der Wahl wirklich nicht mehr hören. 'Wir haben es falsch erklärt' - Nein, wir haben es nicht falsch erklärt, die Leute haben ganz bewusst so entschieden", monierte Laschet. Die CDU brauche "einen anderen Politikstil".

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Umfragen weiter vor SPD

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sehen Umfragen die oppositionelle AfD weiter vor der regierenden SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In einer am Freitag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kam die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm auf 37 Prozent. Die SPD erreichte 34 Prozent.

Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Enges Umfragerennen von Linkspartei und CDU

Gut eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeichnet sich in Umfragen weiter ein enges Rennen zwischen der Linken und der CDU um den Wahlsieg ab. In einer am Freitag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kam die oppositionelle Linke um Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 23 Prozent. Die regierende CDU von Spitzenkandidat Stefan Evers erreichte 21 Prozent.

"Partei des Hasses": Trump und Vance attackieren Demokraten bei Parteitag vor Midterms

Knapp zwei Monate vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen in den USA haben US-Präsident Donald Trump und sein Stellvertreter JD Vance die oppositionellen Demokraten scharf attackiert. "Die Demokraten sind die Partei des Hasses", sagte Vance am Donnerstag beim Parteitag seiner Republikaner im texanischen Dallas. "Sie sind die Partei, die Amerika und die Menschen, die es aufgebaut haben, verachtet."

US-Vizepräsident Vance bezeichnet Demokraten als "Partei des Hasses"

Zwei Monate vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen in den USA hat Vizepräsident JD Vance die oppositionellen Demokraten scharf attackiert. "Die Demokraten sind die Partei des Hasses", sagte der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag beim Parteitag seiner Republikaner im texanischen Dallas. "Sie sind die Partei, die Amerika und die Menschen, die es aufgebaut haben, verachtet."

Textgröße ändern: