Deutsche Tageszeitung - Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht

Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht


Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht
Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht / Foto: © AFP

Der Spritpreis steigt und steigt: Am Montag erreichte der Preis für Super E10 ein weiteres Allzeithoch: Der Liter kostete im Tagesdurchschnitt 2,286 Euro, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Das waren 1,3 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für Diesel stieg um 0,8 Cent auf 2,412 Euro pro Liter - und war damit nur noch 3,4 Cent vom Rekord aus dem April entfernt - damals kostete ein Liter Diesel 2,446 Euro im Tagesdurchschnitt.

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Ein Grund für die steigenden Preise sind der hohe Preis für Rohöl sowie beschädigte Raffinerien in Kriegsgebieten. Der Öl-Preis legte angesichts der weiter zunehmenden Spannungen in der Golfregion weiter zu, wenn auch nicht mehr so stark. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent lag am Dienstagmorgen bei 107,55 Dollar, der für die US-Sorte WTI bei 103,24 Dollar pro Barrel.

Seit Februar dieses Jahres sind die Öl- und Gasmengen auf dem Weltmarkt infolge des im Februar von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieges deutlich verknappt. Zum einen greift Teheran regelmäßig US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in den mit den USA verbündeten Golfstaaten an. Überdies ist die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus faktisch blockiert.

Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht zudem eine weitere wichtige Transportroute unter Druck: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte am Freitag mitgeteilt, die Kontrolle über die Meerenge übernommen zu haben. Zudem schloss Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Huthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, vorübergehend die wichtige Ost-West-Pipeline nach Huthi-Drohnenangriffen.

Auch Russlands Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auf die Energiemärkte aus. Als Reaktion auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe greift die Ukraine seit Monaten gezielt Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier.

(P.Tomczyk--DTZ)

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