Deutsche Tageszeitung - Ehemalige Regierungspartei in Brandenburg: Landtagsabgeordneter tritt aus BSW aus

Ehemalige Regierungspartei in Brandenburg: Landtagsabgeordneter tritt aus BSW aus


Ehemalige Regierungspartei in Brandenburg: Landtagsabgeordneter tritt aus BSW aus
Ehemalige Regierungspartei in Brandenburg: Landtagsabgeordneter tritt aus BSW aus / Foto: © AFP/Archiv

Das einst in Brandenburg mitregierende BSW hat einen weiteren Abgeordneten verloren. Der Parlamentarier Oliver Skopec trat aus der Landtagsfraktion und der Partei aus, wie Landeschefin Friederike Benda am Dienstag in Potsdam erklärte. Damit hat die BSW-Fraktion nur noch acht Mitglieder - nach der Landtagswahl 2024 waren es noch 14.

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Benda sprach von "durchschaubaren und konzertierten Störmanövern der Altparteien" während der Wahlen in Ostdeutschland. "Anders sind die gewählten Zeitpunkte der Austritte in Thüringen und dieser nicht zu erklären." Vor gut einer Woche war in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt worden, am Sonntag folgen Wahlen in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern.

Skopec kündigte Medienberichten zufolge an, dem Landtag als partei- und fraktionsloser Abgeordneter weiter angehören zu wollen. Er begründete den Schritt demnach mit Ernüchterung über den Kurs des BSW. Die Partei haben sich für das "Dagegensein" entschieden und wolle nicht gestalten.

Nach der Landtagswahl 2024 hatte das BSW in Brandenburg zunächst mit der SPD regiert. Nach anhaltenden innerparteilichen Konflikten im BSW und dem Austritt mehrerer teils ranghoher Vertreter aus der Partei kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Koalition im Januar auf. Die SPD ging anschließend ein Bündnis mit der CDU ein.

In Thüringen traten kürzlich nahezu alle BSW-Landtagsabgeordneten und fast der komplette BSW-Landesvorstand nach offenen Konflikten mit der Bundesspitze aus dem BSW aus. Dieses regierte dort in einer Koalition mit CDU und SPD unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Führende aus dem BSW ausgetretene Politikerinnen und Politiker riefen eine neue Partei samt dazugehöriger Landtagsfraktion ins Leben. Diese trat anstelle des BSW in die Regierungskoalition mit CDU und SPD ein.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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