Deutsche Tageszeitung - Paris begrüßt engere Beziehungen zwischen der EU und Kanada

Paris begrüßt engere Beziehungen zwischen der EU und Kanada


Paris begrüßt engere Beziehungen zwischen der EU und Kanada
Paris begrüßt engere Beziehungen zwischen der EU und Kanada / Foto: © Lehtikuva/AFP/Archiv

Frankreich hat die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Annäherung der EU an Kanada begrüßt. "Es ist unsere Aufgabe, immer engere Beziehungen zu Kanada zu knüpfen", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Nachrichtensender LCI. Das von von der Leyen erwähnte Vorhaben einer "assoziierten Mitgliedschaft" müsse allerdings noch näher besprochen und analysiert werden, fügte er hinzu.

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Zuvor hatte bereits der Europa-Staatssekretär Benjamin Haddad eine engere Partnerschaft mit Kanada befürwortet, dabei aber eingeräumt, dass es noch nicht klar sei, "welche institutionelle Form" dies annehmen solle. Es gebe bereits viele Institutionen und Formate, in denen sich die Beziehungen vertiefen ließen, sagte Haddad.

Von der Leyen hatte am Vortag im EU-Parlament in Straßburg im Beisein des kanadischen Premierministers Mark Carney gesagt, dass die EU ihre Beziehung zu Kanada "auf das höchstmögliche Niveau bringen" wolle. Ziel sei es, "dass Kanada das erste assoziierte Mitglied der EU wird". US-Präsident Donald Trump drohte der EU daraufhin mit einem Handelsstopp oder hohen Zöllen. Brüssel betonte hingegen, die Zusammenarbeit mit Kanada richte sich "nicht gegen irgendjemand anderen".

Barrot verwies darauf, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Wochenende das französische Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon besuchen wolle. Auf der Inselgruppe vor der kanadischen Küste leben etwa 5800 Menschen. Frankreich betrachtet das Überseegebiet als seinen Außenposten in Nordamerika. Macron will dort auch mit Carney zusammentreffen, der am Donnerstag eine Rede im EU-Parlament hält.

(I.Beryonev--DTZ)

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