Deutsche Tageszeitung - Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt


Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt / Foto: © AFP

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

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Beide Parteien lagen darin zuletzt nur wenige Prozentpunkte auseinander. Die SPD erreichte in den Umfragen 33 bis 37 Prozent. In einer der jüngsten Umfragen setzte sie sich vor die AfD, die ansonsten vorn lag. Die AfD könnte den Befragungen zufolge ihr Ergebnis im Vergleich zu 2021 auf 36 bis 38 Prozent verdoppeln.

In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Seit 28 Jahren regiert die SPD in dem Bundesland im Nordosten mit wechselnden Koalitionspartnern, seit 2021 gemeinsam mit der Linken. Für eine Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses könnte es aber nicht mehr reichen.

Denkbar wäre eine rot-rot-grüne Mehrheit, sofern es die Grünen ins Parlament schaffen. Für sie ist die Wahl mit fünf Prozent in den Umfragen eine Zitterpartie. Mit der AfD will in Schwerin keine Partei koalieren. Der CDU droht laut Umfragen ein einstelliges Ergebnis von sechs bis sieben Prozent. Die Linkspartei könnte ihr Ergebnis von 2021 mit neun bis zehn Prozent in etwa halten.

Das BSW lag in den Erhebungen mit drei bis vier Prozent unter der Fünfprozentmarke. Damit ist offen, ob die Partei erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird. Die FDP droht den Wiedereinzug ins Landesparlament den Umfragen zufolge mit weniger als drei Prozent zu verpassen.

Zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Der Wahlausgang in beiden Bundesländern könnte Auswirkungen auch auf die Bundespolitik haben. Noch am Sonntagabend wollte in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammenkommen.

(L.Møller--DTZ)

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