Deutsche Tageszeitung - Nach Wahlen: AfD-Chef Chrupalla erhofft sich "Schub" für weitere Siege

Nach Wahlen: AfD-Chef Chrupalla erhofft sich "Schub" für weitere Siege


Nach Wahlen: AfD-Chef Chrupalla erhofft sich "Schub" für weitere Siege
Nach Wahlen: AfD-Chef Chrupalla erhofft sich "Schub" für weitere Siege / Foto: © AFP/Archiv

AfD-Chef Tino Chrupalla erhofft sich nach den Erfolgen seiner Partei bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland weiteren Rückenwind. "Es gibt jetzt einen Schub, und diesen Schub werden wir natürlich jetzt auch für die weiteren Wahlen mitnehmen", sagte Chrupalla am Montag im ARD-"Morgenmagazin. "Mit Mecklenburg-Vorpommern ist für uns nicht Schluss." Er sei "sehr zuversichtlich", dass die AfD auch weitere Siege einfahren werde, betonte Chrupalla.

Textgröße ändern:

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen und ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Noch am Wahlabend reklamierte die in Teilen rechtsextremistische Partei die Regierungsbildung für sich. Da sie allerdings die absolute Mehrheit verfehlte, wäre sie auf Koalitionspartner angewiesen. Die anderen Parteien lehnen aber eine Zusammenarbeit ab.

In den Schweriner Landtag schafften es ansonsten nur die Linke und die Grünen. Zusammen mit der SPD haben die drei Parteien eine Mehrheit, so dass Schwesig weiterregieren kann. Die CDU erlitt desaströse Verluste und schied ebenso wie die FDP aus dem Parlament aus. Das BSW verfehlte den erstmaligen Landtagseinzug.

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewann am Sonntag die Linke deutlich vor der bislang regierenden CDU. Die AfD wurde drittstärkste Kraft. Berlin sei für seine Partei "ein schwierigeres Pflaster", räumte Chrupalla an. Aber "wir geben auch Berlin nicht auf".

Bereits vor zwei Wochen hatte die AfD in Sachsen-Anhalt einen haushohen Sieg eingefahren, ist aber auch dort wegen fehlender absoluter Mehrheit auf Partner angewiesen. Derzeit führt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in Magdeburg Gespräche mit dem BSW.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier und Macron besuchen französische Raumfahrt- und Rüstungsunternehmen

Zum Abschluss seines zweitägigen Staatsbesuchs in Frankreich hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Themen Raumfahrt und nukleare Abschreckung in den Mittelpunkt gestellt. Gemeinsam mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron besuchte er am Freitag mehrere darauf spezialisierte Unternehmen. Ein ursprünglich geplantes Mittagessen im Rathaus von Bordeaux wurde an einen anderen Ort verlegt. In der Stadt war es im Zuge der Schülerproteste in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen gekommen.

Nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin: USA verhängen Sanktionen gegen Haager Tribunal

Nach der Verkündung des Friedensnobelpreises für die frühere IStGH-Richterin Navi Pillay verhängen die USA Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Freitag, die USA würden "sämtliche Geschäfte mit diesem Schurkengericht verbieten, seine Ressourcen beschneiden und seine Handlungsfähigkeit entscheidend schwächen".

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Energiepolitik der Bundesregierung

In Berlin haben am Freitag tausende Menschen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und für einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien demonstriert. Der Veranstalter der Aktion, das Bündnis Erneuerbare Energien (BEE), sprach von 8000 Menschen, die Polizei zählte 6000 Teilnehmer. Dem BEE gehören Unternehmen und Industrieverbände sowie Umwelt- und Naturschutzorganisationen an, viele der Protestteilnehmer arbeiten im Bereich der Erneuerbaren.

Gericht: AfD-Fahnenschwenken auf Brücke über Autobahn zu Recht verboten

Eine geplante AfD-Veranstaltung auf einer Fußgängerbrücke über eine Autobahn in Baden-Württemberg ist zu Recht verboten worden. Das Landratsamt Lörrach durfte die für den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober geplante Versammlung an diesem Ort untersagen, wie das Verwaltungsgericht Freiburg nach Angaben vom Freitag im Eilverfahren entschied. Denn es drohe eine direkte Gefahr für die Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn.

Textgröße ändern: