Deutsche Tageszeitung - Bericht: Geheimabsprachen der USA zur Abschiebung tausender Migranten in Drittländer

Bericht: Geheimabsprachen der USA zur Abschiebung tausender Migranten in Drittländer


Bericht: Geheimabsprachen der USA zur Abschiebung tausender Migranten in Drittländer
Bericht: Geheimabsprachen der USA zur Abschiebung tausender Migranten in Drittländer / Foto: © AFP

Die USA haben nach Recherchen eines internationalen Journalistenkonsortiums seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump mehr als 25.000 Migranten im Zuge von geheimen Absprachen in Drittländer abgeschoben, zu denen die Menschen keinerlei Beziehung haben. Dafür habe die Regierung ein Budget in Höhe von 410 Millionen Dollar (mehr als 357 Millionen Euro) bereitgestellt, berichtete das Journalistennetzwerk Forbidden Stories am Montag.

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Demnach wurde mit etwa 20.000 abgeschobenen Menschen die große Mehrheit der Migranten nach Mexiko geschickt, die übrigen in 27 Länder in Lateinamerika, Afrika und im Pazifikraum. Mit sieben weiteren Ländern seien bereits Abkommen geschlossen worden, hieß es. Eine Recherche der Nachrichtenagentur AFP zufolge nutzt Washington unter anderem Visums-Beschränkungen, um afrikanische Länder dazu zu bringen, die Abgeschobenen aufzunehmen.

Zuständig für die Verhandlungen mit den Drittländern und die Zahlungen ist dem Bericht zufolge eine nur wenig bekannte Abteilung im US-Außenministerium. Das "Büro für Remigration" wurde demnach im Mai 2025 gegründet und wird von dem 41 Jahre alten Diplomaten Christian Jové Ehrhardt geleitet.

Das Konzept der Remigration ist ein Kampfbegriff rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Europa. Gemeint ist damit die Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund. Unlängst sorgte der AfD-Wahlsieger in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, für Empörung, als er nach dem Sieg seiner Partei bei der Landtagswahl von einem möglichen Einsatz von Rüstungsgütern bei "Remigrations- und Abschiebeoffensiven" sprach.

(P.Hansen--DTZ)

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