Deutsche Tageszeitung - Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen

Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen


Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen
Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist kurz vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eingetroffen. Er telefonierte nach seiner Ankunft am Montag (Ortszeit) mit UN-Generalsekretär António Guterres, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. In New York wollten die iranischen Vertreter "die Rechte und die Interessen des iranischen Volkes verteidigen", sagte er demnach vor Journalisten. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei plant Araghtschi vor Ort Gespräche mit "zahlreichen" Amtsträgern und Außenministern.

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Die iranische Delegation soll von Präsident Massud Peseschkian angeführt werden, der laut Staatsmedien am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) nach New York aufbrach. Bei der Generaldebatte wolle er die Positionen seines Landes "entschlossen verteidigen", sagte Peseschkian laut Staatsfernsehen vor seinem Abflug. Er wird der ranghöchste iranische Vertreter in den USA seit Beginn des Iran-Krieges sein.

Die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs beginnt um 15.00 Uhr MESZ. Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Der Iran-Krieg dürfte eines der Hauptthemen der diesjährigen Generaldebatte sein.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in der Region. Der Iran hält weiter die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus weitgehend geschlossen. Im Gegenzug hatten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen verhängt.

Grundsätzlich erlaubten die US-Behörden der iranischen Delegation die Einreise zur Teilnahme an der UN-Generaldebatte, ihr wurden aber wie im vergangenen Jahr Beschränkungen auferlegt. Nach Angaben staatlicher iranischer Medien wurde einem Teil der iranischen Delegation die Einreise verweigert.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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