Deutsche Tageszeitung - Trumps "Friedensrat" stellt Gaza-Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vor

Trumps "Friedensrat" stellt Gaza-Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vor


Trumps "Friedensrat" stellt Gaza-Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vor
Trumps "Friedensrat" stellt Gaza-Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vor / Foto: © AFP

Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene "Friedensrat" hat einen milliardenschweren Wiederaufbauplan für den Gazastreifen vorgestellt. Das am Mittwoch in New York präsentierte Vorhaben umfasst 66 Projekte über einen Zeitraum von sechs Monaten zu Notunterkünften sowie Bemühungen zur wirtschaftlichen Erholung. Vorgesehen ist ein Budget von 2,45 Milliarden US-Dollar (2,15 Milliarden Euro).

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Der Hohe Vertreter des Friedensrats für den Gazastreifen, der bulgarische Diplomat Nikolai Mladenow, rief die bei der Sitzung anwesenden Mitglieder zur Unterstützung des Plans auf. Er räumte indes ein, dass die Verhandlungen mit Israel vor den dort bevorstehenden Wahlen nicht einfach seien. "Angesichts der Komplexität" der Angelegenheit seien aber Fortschritte gemacht worden.

An dem Treffen nahmen auch Trumps Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten, teil. Derzeit findet in der New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt, während der unter anderem die Präsidenten Frankreichs und der Türkei scharfe Kritik an Israel übten.

Der von Trump vorangetriebene Gaza-Friedensplan sieht vor, dass die radikalislamische Hamas schrittweise ihre Waffen abgibt, während sich die israelischen Streitkräfte aus dem Palästinensergebiet zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe und eine neue palästinensische Polizei sollen die Verantwortung in dem Küstenstreifen übernehmen.

Trump hatte seine Pläne für eine Entwaffnung der Hamas und ihrer Verbündeten sowie einen Rückzug der israelischen Armee Ende Juli vorgestellt und als "Meilenstein" bezeichnet. Die Hamas, die weiterhin große Teile des Gazastreifens kontrolliert, hatte dem Trump-Plan nach eigenen Angaben zugestimmt.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lehnte den Plan dagegen ab. Er fordert vor einem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen nicht nur eine Entwaffnung der Islamisten, sondern auch die Vernichtung aller im Gazastreifen befindlichen Waffen.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen. Bei dem Großangriff wurden mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen auf den Gazastreifen, bei denen nach nicht überprüfbaren Hamas-Angaben seither mehr als 73.000 Menschen getötet wurden.

(P.Hansen--DTZ)

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